Drei Hektar für Eigenheime: Planungen in Trelde zunächst auf Eis

Der Mobilfunkempfang wäre top: Die drei Hektar große Fläche am Diekwischweg in Trelde wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und könnte künftig mit Einfamilien- und Doppelhäusern bebaut werden. Foto: JOTO
Der Mobilfunkempfang wäre top: Die drei Hektar große Fläche am Diekwischweg in Trelde wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und könnte künftig mit Einfamilien- und Doppelhäusern bebaut werden. Foto: JOTO
Werbung
Brandgeist Anzeige - Klicken um die Webseite Brandgeist zu besuchen
Hier geht es zur Webseite

Buchholz in der Nordheide/Trelde. Die Pläne für ein neues Wohngebiet in der Ortschaft Trelde sind vorerst auf Eis gelegt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung vertagte am Mittwoch den CDU-Antrag zur Bebauung einer drei Hektar großen Fläche am Diekwischweg.

Werbung
SPD Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen

Die CDU-Fraktion hatte beantragt, für das Areal östlich des Diekwischwegs einen Bebauungsplan aufzustellen. Auf den drei privaten Flurstücken, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden, sollen vorwiegend Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Die Fläche ist bereits im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen und wurde im Stadtentwicklungskonzept aufgenommen. 

Werbung

Stefan Menk (CDU) warb für das Projekt: „Der Wohnraumbedarf ist da, auch in unseren Dörfern und Ortschaften.” Das neue Gebiet solle moderne Kriterien erfüllen, sich landschaftlich anpassen und jungen Familien den Traum vom eigenen Haus ermöglichen. Die niedrige Besiedlung mit Einfamilien- und Doppelhäusern solle durch Hecken statt Zäune und naturnahe Begrünung gestalterisch überzeugen.

Kritik an Standort und Verfahren

Doch die Pläne stießen auf Widerstand. Martin Natorp (SPD) verwies auf die mangelhafte Anbindung: „Der öffentliche Nahverkehr ist nicht so gut, der Buchholz-Bus fährt nicht bis nach Trelde.” Gudrun Eschment-Reichert (fraktionslos) zeigte sich überrascht, dass der Antrag von der Stadt-CDU komme und nicht vom Ortsrat. „Trelde liegt abseits der Siedlungsachsen, nur eine Eigenentwicklung ist statthaft”, kritisierte sie. 

+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

Grit Weiland von der Buchholzer Liste warnte vor einer Zersiedlung. „Wir wollen kompakte Stadtentwicklung und nicht Buchholz an den Rändern ausufern lassen, was wir nicht mit Infrastruktur und Bus versorgen können”, sagte sie. Angesichts vieler Projekte in der Pipeline sehe man den Prüfauftrag kritisch. Die Bewertung sei schon früher höchstens mäßig ausgefallen.

Ortsbürgermeister Stephan Jennerich (Buchholzer Liste) merkte an, dass der Ortsrat noch nicht darüber beraten habe und man erst durch den öffentlichen Antrag von erfahren habe. Dabei wirkte bei der Erstellung des CDU-Antrags auch seine stellvertretende Ortsbürgermeisterin Astrid Albers-Pestke mit.

„Eher zurückhaltend”, beschrieb er die Haltung vor Ort. Der Ausschuss vertagte den Antrag schließlich, um weitere Klärung auch im Ortsrat zu ermöglichen. (JOTO)

Werbung
Hier geht es zur Webseite von Kervita
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen