Verkehrsschild auf Gleisen: Metronom muss bei Tostedt notbremsen

Metronom in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: Jan Sieg
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Buchholz in der Nordheide/Tostedt. Ein Verkehrsschild mit Eisenstange und mehrere Holzlatten auf den Gleisen haben am Sonntagabend eine Notbremsung eines Metronoms mit rund 600 Reisenden erzwungen. Der Triebfahrzeugführer des Zuges 82032 auf der Strecke von Bremen nach Hamburg entdeckte die Gegenstände um 18.08 Uhr im Gleis und leitete bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 Kilometern pro Stunde eine Schnellbremsung ein.

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Der Zug kam nicht rechtzeitig zum Stehen und überfuhr das Verkehrszeichen. Dieses wurde durch den Aufprall zur Seite geschleudert. Die Passagiere im Zug blieben unverletzt, auch der Metronom wies nach ersten Erkenntnissen keine Beschädigung auf. 

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Unbekannte hatten das Verkehrsschild samt Eisenstange sowie mehrere Holzlatten eines in der Nähe befindlichen Zaunes in das Bahngleis geworfen oder gelegt. Die Bremer Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Zwei Personen auf Brücke beobachtet

Eine Reisende im Zug sowie der Lokführer nahmen zwei Personen wahr, die sich auf einer Bahnbrücke aufgehalten und den Vorfall beobachtet hatten. Diese flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Möglicherweise handelt es sich hierbei um die Täter, die die Gegenstände zuvor von der Brücke geworfen oder in das Gleis gelegt haben.

Die Bundespolizei sucht Zeugen, die insbesondere Angaben zu den zwei Personen machen können. Möglicherweise haben diese sich schon längere Zeit auf der Brücke oder in der Nähe der Gleise aufgehalten.

Erhebliche Verspätungen und Zugausfälle

Der betroffene Metronom wurde im Tostedter Bahnhof vorübergehend ausgesetzt. Die 600 Reisenden mussten ihre Fahrt mit einem anderen Metronom fortsetzen. Durch den Vorfall hatten acht Züge eine Verspätung von insgesamt 254 Minuten, zwei weitere Züge fielen komplett aus.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Bremen telefonisch unter 0421/16299–7777 oder per E‑Mail über bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegen. (tj)

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