Landkreis Harburg schafft Lebensraum für Libellen und Amphibien bei Tostedt

Bei Düvelshöpen entsteht auf 2,5 Hektar ein wertvoller Lebensraumverbund aus Wald und Offenland. Foto: Landkreis Harburg
Bei Düvelshöpen entsteht auf 2,5 Hektar ein wertvoller Lebensraumverbund aus Wald und Offenland. Foto: Landkreis Harburg

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Buchholz in der Nordheide/Tostedt. Der Landkreis Harburg entwickelt im Rahmen seines Kompensationspools ein neues Refugium für Pflanzen und Tiere. Nahe dem Waldgebiet Düvelshöpen bei Tostedt entsteht auf 2,5 Hektar Fläche ein wertvoller Lebensraumverbund aus Wald und Offenland.

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Düvelshöpen ist einer der historischen Waldstandorte im Landkreis. Seit mehr als 250 Jahren bewaldet, hat das Gebiet bereits einen besonderen Wert für die Artenvielfalt. Südlich davon verzahnt der Landkreis nun verschiedene Lebensräume miteinander. 

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„Aufgrund der außergewöhnlich langen Randstrukturen – beidseitig jeweils etwa 550 Meter – können wir hier verschiedene Lebensräume hervorragend ökologisch verzahnen”, sagt Silke Hiller, beim Landkreis für den Kompensationspool zuständig. Auf etwa 20 Meter Tiefe wurden Weißdorn, Schlehe, Faulbaum sowie einzelne Eichen gepflanzt. Dadurch entsteht ein breiter, unregelmäßiger und naturnaher Waldrand, in dem sich Vögel, Insekten und Kleinsäuger zu Hause fühlen können. 

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Zum Schutz der jungen Pflanzen wurde ein Zaun aufgestellt, den Unbekannte bereits zerstört haben. Er wird nun durch ein anderes, deutlich unauffälligeres Modell ersetzt, das sich gut in die Landschaft einfügen soll. Das dazwischen liegende Offenland hat eine artenreiche Kräuteraussaat erhalten und wird künftig extensiv bewirtschaftet. Einige Solitäreichen sollen sich als sogenannte Habitatbäume entwickeln und besondere Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Pflanzen bieten.

Auf dem im Südwestbereich angrenzenden Grundstück befindet sich ein kleiner Teich, den ein Naturschutzverein betreut. Als Ergänzung hat der Landkreis unterschiedlich tiefe Senken angelegt. „Sie füllen sich bereits nach kurzer Zeit mit Wasser, das teils nur temporär gehalten wird – ideale Bedingungen für dynamische Feuchtlebensräume”, sagt Hiller. Dieser Bereich wird nun der natürlichen Sukzession überlassen.

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Lebensraum für Libellen und Amphibien

An den feuchten Senken sollen künftig Libellen zu finden sein, beispielsweise die markante Große Königslibelle oder die Blauflügel-Prachtlibelle. „Wir hoffen, künftig in den dort aufwachsenden Seggen und Binsen diverse Schrecken zu finden”, sagt Hiller. Aber auch Amphibien wie Erdkröten und Salamanderarten sowie zahlreiche Vogelarten sollen sich in dem Gebiet wohlfühlen.

Wenn durch ein Bauvorhaben in die Natur eingegriffen wird, muss eine Kompensationsmaßnahme als ökologischer Ausgleich geschaffen werden. Der Landkreis Harburg bietet seit 2009 einen eigenen Kompensationspool an. So kann der Landkreis sinnvoll und zusammenhängend die Natur auf eigenen Flächen in allen drei Naturräumen des Landkreises entwickeln. Der Kompensationspool verfügt inzwischen über gut 250 Hektar.

Eine der ersten Maßnahmen war die Entwicklung der Este und ihrer Aue zwischen Podendorf und Emmen auf etwa 16 Hektar. Eine weitere Maßnahme sind die Waldentwicklungsflächen zwischen dem Naturschutzgebiet Brunsberg und der Sprötzer Heide. Sie sind mit rund 55 Hektar die größten zusammenhängenden Naturwaldflächen des Landkreises. (dh)

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