
Buchholz in der Nordheide/Sprötze. Fünf Monate nach dem Einzug gab es nun die offizielle Würdigung: Etwa 80 Gäste aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und Gesellschaft kamen Mitte April zur Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Neuen Brückenstraße zusammen. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sprötze waren bereits am Samstag, 1. November 2025, in das moderne Gebäude eingezogen.
Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse lobte den etwa 4,7 Millionen Euro teuren Neubau in Holzrahmenbauweise. Das Gebäude sei innovativ und diene als Vorbild für weitere zu bauende Feuerwehrgerätehäuser, sagte Röhse. Er erinnerte an die lange Vorlaufzeit bis zur Fertigstellung. Das erste Mal sei er im Jahr 2010 als damaliger Erster Stadtrat mit den Plänen für ein neues Gerätehaus konfrontiert gewesen. Mit der Erstellung des Feuerwehrbedarfplans habe das Thema an Tempo gewonnen. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten für den langen Atem bei Planung und Umsetzung.
Für Ortsbrandmeister Oliver Kluth ist das Gerätehaus einfach großartig. Der Neubau sei die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Sprötze, betonte Kluth. Durch die großzügigen Räumlichkeiten könne man sich intensiv um die Ausbildung des Nachwuchses kümmern. Kluth dankte den Beteiligten für ihre Geduld. Eigentlich sollte die Feuerwehr bereits im Mai 2024 von dem abgängigen Altbau an der Niedersachsenstraße umziehen. Ein Wasserrohrbruch im Neubau verhinderte das.
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Schlüssel ging durch drei Hände

Bürgermeister Röhse übergab symbolisch den Schlüssel für das Gebäude an Stadtbrandmeister Christian Matzat, der ihn wiederum an Oliver Kluth weiterreichte. Matzat bedankte sich für das Vertrauen der Stadt Buchholz in die weitgehend ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Die Retter seien weiterhin bereit, Verantwortung zu übernehmen, versicherte der Stadtbrandmeister.
Das Warten habe sich gelohnt, sagte Ortsbürgermeisterin Heidemarie Micheel. Der Neubau sei ein Ort, der der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr gerecht wird. Für sie sei die Übergabe etwas Besonderes, denn die Arbeit der Retter begleitet ihre Familie seit jeher. Micheels Großvater war 1911 Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr. In die Amtszeit ihres Vaters als Ortsbrandmeister fiel zudem im Jahr 1976 die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses an der Niedersachsenstraße.
Göttlichen Beistand gab es bei der Feierstunde ebenfalls: Anna-Lena Hübsch, seit September 2025 Pastorin der Kreuzkirchengemeinde in Sprötze, segnete das Gebäude. Im Neubau steht den Ehrenamtlern deutlich mehr Platz als bisher zur Verfügung. Die Nutzfläche wuchs von 300 auf 950 Quadratmeter. Auf dem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück gibt es zudem Übungsflächen unter anderem für die Jugendfeuerwehr. Erstmals stehen den Feuerwehrleuten Umkleidekabinen zur Verfügung. Bisher haben wir uns vor, zwischen und hinter den Fahrzeugen umgezogen, sagte Oliver Kluth. (dh)










