
Buchholz in der Nordheide. Die Lateinformation von Blau-Weiss Buchholz startet am Samstag, 30. Mai, bei der Europameisterschaft in Wien. Für das A‑Team bedeutet die Teilnahme jedoch eine besondere Herausforderung: Der Wettkampf fällt mitten in die eigentliche Saisonpause. In der Formationsszene sorgt der Termin deshalb für Diskussionen.
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Das Team hatte die Bundesligasaison auf dem zweiten Platz abgeschlossen und wurde gemeinsam mit dem deutschen Meister Grün-Gold Bremen für die Europameisterschaft nominiert. Anders als die Weltmeisterschaft Anfang Dezember, die als fester Saisonhöhepunkt etabliert ist, findet die Europameisterschaft nur unregelmäßig statt. Ausrichter ist in diesem Jahr der amtierende Vizeweltmeister HSV Zwölfaxing aus Österreich.
Trainerin Franziska Becker erklärt die Problematik: „Nach einer Saison von Oktober bis April brauchen die Mannschaften normalerweise Zeit zur Regeneration.” Der österreichische Zeitplan sei anders aufgebaut, dort stehe die Staatsmeisterschaft erst Anfang Juni an. „Für uns bedeutet die Europameisterschaft dagegen immensen zusätzlichen Aufwand mitten in der Übergangsphase”, sagt Becker.
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Aus diesem Grund hatte der deutsche Meister Grün-Gold Bremen seine Teilnahme bereits abgesagt. Für Deutschland wurde daraufhin die TSG Bietigheim nachnominiert. Gemeinsam mit diesem Team wird Blau-Weiss Buchholz nun die deutschen Farben in Wien vertreten.
Nebeneinander von alter und neuer Choreographie
Für das Buchholzer Team kommt erschwerend hinzu, dass parallel bereits die Arbeit an der neuen Choreographie läuft. „Im Gegensatz zu den Teams aus Bremen, Bietigheim und auch dem HSV Zwölfaxing haben wir in diesem Jahr den Choreographiewechsel, der alle zwei Jahre ansteht und extrem aufwendig ist”, sagt Becker. So eine neue Choreographie benötige sechs Monate Vorlaufzeit. „Dadurch verlieren wir Zeit für den Aufbau der neuen Saison”, sagt die Trainerin.
Trotz der Doppelbelastung sprach sich die Mannschaft nach einem gemeinsamen Treffen für die Teilnahme aus. „Wir Trainer waren beeindruckt, dass das Team diesen Weg trotz der Belastung mitgehen möchte”, sagt Becker. Allen sei klar gewesen, dass zusätzliches Training notwendig sei und die zweite Jahreshälfte noch intensiver werde. Die deutsche Meisterschaft im November gelte als oberste Priorität. „Das zeigt den Ehrgeiz und die Mentalität der Mannschaft”, sagt Becker.
Trotz des Aufwands sieht die Trainerin in der Europameisterschaft auch eine große Chance. „Ziel ist es, einen Medaillenrang zu ertanzen”, sagt Becker. Das Team wolle auf internationalem Parkett ein Ausrufezeichen setzen.
Co-Trainer Christopher Voigt zeigt sich zufrieden mit den Vorbereitungen: „Die Vorbereitungen liefen sehr gut, wir haben zwei weitere Trainingslager absolviert, das hat gut geklappt alle sind auf den Punkt fit und motiviert am Samstag in Wien zu überzeugen”, sagt Voigt. (dh)
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