Wolf im Jagdgesetz: Babendererde fordert schnelle Umsetzung

Wolf. Foto: Symbolbild
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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Der Bundestag hat am Donnerstag, 5. März, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen. Die Gesetzesänderung ist eine Reaktion auf die unkontrollierte Ausbreitung der Wölfe in Deutschland und die steigende Zahl von Weidetierrissen. Union und SPD stimmten dafür, Grüne und Linke dagegen. 

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Dr. Cornell Babendererde CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Harburg, betont die treibende Rolle ihrer Fraktion. „Ohne die CDU/CSU würde es dieses Gesetz nicht geben”, sagt Babendererde. Die Gesetzesinitiative kam vom CSU geführten Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Die Abgeordnete begrüßt den Beschluss: „Das ist eine wichtige Maßnahme, um den Problemen zu begegnen, die mit dem steigenden Wolfsaufkommen, auch bei uns in Niedersachsen, verbunden sind.” 

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Die Zahlen sind besorgniserregend: Im Jahr 2024 wurden bundesweit mehr als 4.000 Nutztiere von Wölfen verletzt oder getötet. Niedersachsen hat mit 60 bestätigten Wolfsrudeln und mehr als 600 Tieren den bundesweit höchsten Bestand. Auch im Landkreis Harburg haben die Wolfssichtungen merkbar zugenommen. Babendererde erklärt die Folgen: „Zu den finanziellen Schäden aus Tierverlusten und Herdenschutzbemühungen kommen psychische Belastungen hinzu. Darüber hinaus ist die Beweidung der Deiche durch Schafherden von höchster Bedeutung für unseren Hochwasserschutz.” Bürger berichteten ihr von zunehmender Angst, im Wald spazieren zu gehen oder ihre Kinder im Freien spielen zu lassen.

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Ausgleich zwischen Weidetierhaltung und Wolfsschutz

Das Ziel sei keinesfalls, den Wolf wieder aus Deutschland zu vertreiben, betont die Abgeordnete. „Wölfe sind eine heimische Tierart und sollen es auch bleiben. Allerdings ist inzwischen ein günstiger Erhaltungszustand erreicht”, sagt Babendererde. Der Gesetzesänderung war die Herabstufung des Schutzstatus von „besonders geschützt” zu „geschützt” in der Berner Konvention vorangegangen. Herdenschutz durch Zäune und Hütehunde bleibe Teil der Lösung. 

„Mit dem Gesetz sorgen wir für einen fairen Ausgleich zwischen der Weidetierhaltung und dem Wolfsschutz”, sagt sie. Nun müssen die Länder ihre Landesjagdgesetze anpassen. Babendererde fordert die rot grüne Landesregierung zum Handeln auf: „Entscheidend ist jetzt ein geschlossenes Vorgehen der niedersächsischen Landesregierung, wenn es darum geht, das neue Gesetz auf die Wolfssituation bei uns vor Ort anzuwenden. Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung geeigneter Managementpläne.” Sie erwartet, dass der grüne Koalitionspartner nicht dem Beispiel der grünen Bundestagsfraktion folgt, die gegen das Gesetz stimmte. Einzig auf höhere Herdenschutzmaßnahmen zu setzen, sei weder langfristig effektiv noch finanziell zu stemmen. „An dieser Stelle ist es darum besonders wichtig, die ideologische Brille abzunehmen und auf die realen Sorgen der Menschen zu hören”, sagt Babendererde. (dh)

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