Pflegekosten steigen: 645 Menschen im Kreis Harburg auf Pflegehilfe angewiesen

Der CDU Politiker Jan Bauer Foto: Scheunemann
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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. 645 Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen waren 2024 im Landkreis Harburg auf Sozialhilfe angewiesen. Die Zahl zeigt einen Trend, der sich auch in ganz Niedersachsen abzeichnet: Immer mehr Pflegebedürftige können die Kosten für ihre Versorgung nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen. 

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Die Landesregierung bestätigt, dass die Zahl der Menschen, die auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Bauer nimmt diese Entwicklung ernst. „Die Herausforderungen in der Pflege sind längst erkannt, jetzt muss endlich gehandelt werden”, sagt Bauer. Die CDU nehme diese Entwicklung sehr ernst. „Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden”, betont der Abgeordnete. 

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Bauer fordert einen ganzheitlichen Blick auf die Pflege. „Wir müssen alle Bereiche im Blick haben, die stationäre Pflege, die ambulante Versorgung und vor allem auch die vielen Angehörigen, die zuhause Pflege leisten”, sagt er. Gleichzeitig brauche es neue Versorgungsmodelle wie die „stambulante” Pflege, um den Menschen mehr Wahlmöglichkeiten zu geben.

Ein zentrales Problem sieht der Politiker in der wachsenden Belastung der Einrichtungen. „Kosten und Bürokratie müssen aus den Einrichtungen raus”, sagt Bauer. Pflegekräfte müssten sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können, die Betreuung und Versorgung der Menschen.

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Bund soll Ausbildung und Standards finanzieren

„Für uns ist klar: Pflege darf nicht unnötig teuer gemacht werden”, sagt Bauer. Dinge wie die Ausbildung von Pflegekräften, gesetzlich vorgegebene Standards oder allgemeine Betriebskosten dürften nicht einfach den Bewohnerinnen und Bewohnern in Rechnung gestellt werden. „Diese Leistungen gehören in die Finanzierungssysteme unserer Sozialversicherungen”, fordert der Abgeordnete. Es sei Aufgabe der Pflegeversicherung und des Bundes, hier für eine faire Refinanzierung zu sorgen, statt die Kosten immer weiter auf die Pflegebedürftigen abzuwälzen.

Bauer fordert eine spürbare Entlastung durch strukturelle Reformen. „Wir brauchen eine klare Begrenzung der Eigenanteile sowie eine stärkere Beteiligung des Bundes an den pflegebedingten Kosten”, sagt er. Die Preisentwicklung der letzten Jahre zeige, dass die bisherigen Mechanismen nicht ausreichten.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist für die CDU der Bürokratieabbau. „Pflegeeinrichtungen werden durch Dokumentationspflichten und Verwaltungsaufwand zunehmend belastet”, sagt Bauer. Weniger Bürokratie bedeute mehr Zeit für Pflege und langfristig auch geringere Kosten.Gerade für den Landkreis Harburg und den gesamten ländlichen Raum sei die Situation besonders herausfordernd. „Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden”, sagt Bauer. Es brauche eine verlässliche und wohnortnahe Pflegeversorgung, auch außerhalb der Ballungszentren. „Das ist eine Frage der Lebensqualität und der Gerechtigkeit”, betont er.

Abschließend fordert Bauer klare politische Konsequenzen. „Die Pflege wird von uns sehr ernst genommen”, sagt er. Jetzt sei der Bund gefordert, die Pflegeversicherung so aufzustellen, dass die Eigenanteile begrenzt würden. „Pflege muss für alle Menschen bezahlbar bleiben”, sagt Bauer. (dh)

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