Kreistagswahl: CDU führt, AfD gewinnt hinzu – Panne in Gehrden

Vorläufiges Ergebnis der Kreiswahl 2026 im Landkreis Harburg
Vorläufiges Ergebnis der Kreiswahl 2026 im Landkreis Harburg

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Eine lange Nacht liegt hinter den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern im Landkreis Harburg. Erst am Montagmorgen um 3.03 Uhr stand das vorläufige Ergebnis für den neuen Kreistag fest. Die Auszählung der Kommunalwahl brachte deutliche Verschiebungen in der Zusammensetzung des Kreistags.

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Laut vorläufigem Endergebnis bleibt die CDU stärkste Kraft im Kreistag, muss aber Verluste hinnehmen. Die Christdemokraten kommen auf 28,3 Prozent der Stimmen und erreichen damit 18 Sitze. Das sind drei Mandate weniger als in der vergangenen Legislaturperiode. Auf den Plätzen zwei und drei folgen SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit jeweils elf Sitzen. 

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AfD verzeichnet deutliche Gewinne

Deutliche Gewinne verzeichnete die AfD. Sie erreichte 15,9 Prozent der Stimmen und zieht mit zehn Abgeordneten in den Kreistag ein. Bislang war die Partei mit drei Sitzen vertreten. Verluste musste hingegen die FDP hinnehmen, die von fünf auf zwei Sitze schrumpfte und 3,7 Prozent der Stimmen erhielt.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hielt ihre Position mit fünf Sitzen bei 7,1 Prozent. Die Linke gewann ein Mandat hinzu und kommt auf drei Sitze bei 5,3 Prozent der Stimmen.

Neu im Kreistag vertreten sind vier Parteien und Wählervereinigungen, die jeweils einen Sitz erringen konnten: Volt mit 1,7 Prozent, BSW mit 1,4 Prozent sowie Freie Liste Landkreis Harburg und Zusammen (Wählergruppe „ZUSAMMEN“ für Tostedt im Landkreis Harburg) mit jeweils 0,8 Prozent. Den 65. Kreistagssitz hat kraft Amtes Landrat Rainer Rempe inne. Die neue Legislaturperiode dauert fünf Jahre und beginnt im November.

Landrat setzt auf Zusammenarbeit

Landrat Rempe zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Ich bin überzeugt, dass wir auch im neuen Kreistag über politische Grenzen hinweg sachlich und konstruktiv zusammenarbeiten und gemeinsam gute Entscheidungen für die Zukunft unseres Landkreises treffen werden”, sagt er. Sein besonderer Dank gelte allen Kandidatinnen und Kandidaten, die bereit gewesen seien, Verantwortung zu übernehmen und sich für ein politisches Mandat zur Verfügung gestellt hätten.

Die Wahlbeteiligung lag mit 65,5 Prozent leicht höher als im niedersächsischen Schnitt von 64,6 Prozent. Auch im Vergleich zur zurückliegenden Kommunalwahl 2021, bei der 59,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben, stieg die Beteiligung deutlich. Insgesamt wurden 140.812 gültige Stimmzettel abgegeben. Wahlberechtigt waren 214.543 Bürgerinnen und Bürger.

Panne in Gehrden verzögert vorläufiges Endergebnis

Für Probleme sorgte ein Fehler im Wahllokal in Gehrden. Die Stadt Winsen hatte dort Stimmzettel für den falschen Wahlbereich ausgegeben. Der Fehler fiel erst am Abend beim Auszählen der 101 abgegebenen Stimmzettel auf. Diese gelten nun als ungültig. Es wird geprüft, welche Auswirkungen dies auf das Gesamtergebnis hat.

Das endgültige Endergebnis stellt der Kreiswahlausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am 22. September fest. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Kreishaus B, Raum B‑013, in Winsen. (dh)

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