
Buchholz in der Nordheide/Rosengarten. Zwischen Erdbeerreihen im Gewächshaus erklärt Landwirt Joachim Becker, wie die Wärme für seine Pflanzen entsteht. Die Besucher pflücken frische Erdbeeren und erfahren gleichzeitig, dass die angenehmen Temperaturen aus der betriebseigenen Biogasanlage stammen. Der FDP Kreisverband Harburg-Land und die FDP Ortsgruppe Rosengarten hatten gemeinsam mit Becker zu einem energiereichen, liberalen Erdbeerevent eingeladen.
FDP-Mitglieder, interessierte Nachbarn und Bürger aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich über moderne Landwirtschaft, regionale Energieversorgung und innovative Biogastechnik zu informieren. Becker stellte die Anlage mit großem Fachwissen vor. Er erläuterte anschaulich die technischen Abläufe, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Zukunftsperspektiven moderner Biogasanlagen.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher von der vielseitigen Nutzung der Anlage. Die Biogasanlage wird überwiegend mit Zuckerrüben und Mais aus eigenem Anbau betrieben. Sie erzeugt über angeschlossene Blockheizkraftwerke Strom sowie Wärme für das große Erdbeer-Gewächshaus und mehrere Wohnhäuser in der Umgebung.
Becker stellte bereits bestehende Erweiterungspläne mit einem zusätzlichen Blockheizkraftwerk vor. Die Teilnehmer diskutierten intensiv über die Möglichkeiten regionaler Energieerzeugung.
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Biogas springt ein bei Dunkelflauten
Gerade in Zeiten von Dunkelflauten, wenn Wind- und Solarenergie zeitweise nicht ausreichend Strom liefern, können Biogasanlagen flexibel einspringen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes. Moderne Biogastechnik bietet damit eine regionale und vergleichsweise kostengünstige Ergänzung zu anderen erneuerbaren Energien.
Gleichzeitig wurden auch die Herausforderungen für Betreiber solcher Anlagen thematisiert. Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz, neue Vergütungsmodelle sowie steigende wirtschaftliche Anforderungen sorgen vielerorts für Unsicherheit. Die FDP setzt sich daher für verlässliche politische Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und echte Technologieoffenheit ein. Neben Windkraft und Solarenergie müssten auch Biogas, Wasserstoff und Speichertechnologien ihren festen Platz im zukünftigen Energiesystem behalten.
Der Kreisvorsitzende der FDP Harburg-Land, Ingmar Schmidt, lobte den großen Einsatz auf dem Betrieb. „Hier arbeiten Familienmitglieder und Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern Hand in Hand zusammen”, sagt Schmidt. „Die Anlage zeigt eindrucksvoll, wie Landwirtschaft, Energieversorgung und regionale Wertschöpfung miteinander verbunden werden können.”
Die Besucher erhielten zum Abschluss eine Schale frischer Erdbeeren für zuhause. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Bratwürsten, Steaks und Getränken entstanden viele interessante Gespräche über Landwirtschaft, Energiepolitik und die Zukunft des ländlichen Raums. Die FDP Harburg-Land bedankte sich herzlich bei Becker, seiner Familie und dem gesamten Team für die Einladung, die interessanten Einblicke und die außerordentliche Gastfreundschaft. (dh)
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