CDU-Bundestagsabgeordnete Babendererde warnt vor übereilter Entscheidung zu Bahntrasse

Symbolbild
Symbolbild
Werbung
Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen
Brandgeist Anzeige - Klicken um die Webseite Brandgeist zu besuchen

Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde warnt davor, den Deutschen Bundestag bereits jetzt über die geplante Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover entscheiden zu lassen. Das Verfahren sei noch nicht reif für eine parlamentarische Entscheidung, weil zentrale fachliche, rechtliche und demokratische Voraussetzungen fehlen.

Werbung
Hier geht es zur Webseite
SPD Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen

„Bei einem Projekt dieser Tragweite müssen alle Fakten auf dem Tisch liegen, bevor das Parlament sich positioniert”, sagt Babendererde. Aktuell sei das Fundament dafür schlicht zu schwach. Besonders kritisch bewertet die Abgeordnete die bisherige Beteiligung der Öffentlichkeit. Seit Bekanntwerden der Neubaupläne im Sommer 2025 habe es im Landkreis Harburg lediglich eine Informationsveranstaltung gegeben. Das werde der Bedeutung des Vorhabens nicht gerecht. „Bürgerbeteiligung darf kein Anhörungsritual sein”, sagt Babendererde. „Sie muss echter Dialog sein, mit Raum für Kritik und mit erkennbarer Wirkung. Viele Menschen vor Ort fühlen sich übergangen.” 

Werbung

+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

Kostenberechnung bleibt intransparent

Dr. Cornell Babendererde. Foto: Niklas Hintze
Dr. Cornell Babendererde. Foto: Niklas Hintze

Auch die Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses hält Babendererde für unzureichend transparent. Unterschiedliche Kostenannahmen und fehlende Einblicke in zentrale Berechnungsparameter machten eine sachliche Bewertung nahezu unmöglich. „Solange nicht klar ist, wie die Wirtschaftlichkeit zustande kommt, fehlt dem Parlament die Grundlage für eine verantwortliche Entscheidung”, sagt sie. Bemerkenswert seien in dieser Hinsicht die enormen Kostenspannen im Milliardenbereich.

Verfahrensrechtlich sieht Babendererde ebenfalls Defizite. Eine Raumverträglichkeitsprüfung, die üblicherweise bei Großprojekten durchgeführt wird, sei bisher nicht erfolgt. „Es entsteht der Eindruck, als wolle die Deutsche Bahn den 2015 vereinbarten Alpha-E-Kompromiss ohne gründliche Prüfung beiseiteschieben”, kritisiert sie. 

Zugleich betont Babendererde, dass sie den Ausbau der Schieneninfrastruktur ausdrücklich unterstützt. Sie sieht den Alpha-E-Ansatz als einen möglichen Weg. „Alpha‑E schafft schnell zusätzliche Kapazitäten, ist konsensgetragen und bringt Schritt für Schritt spürbare Verbesserungen”, sagt die Abgeordnete. „Eine Neubaustrecke würde dagegen frühestens in Jahrzehnten wirken. Unsere Region braucht Lösungen, die jetzt helfen.” (dh)

Werbung
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen