
Buchholz in der Nordheide/Rosengarten/Nenndorf. Die CDU in Rosengarten hat ihre Listen für die Kommunalwahl aufgestellt und damit ein historisches Zeichen gesetzt: 50 Prozent der vorderen Listenplätze für den künftigen Gemeinderat sind mit Frauen besetzt. Eine derart ausgewogene Zusammensetzung hat es nach Angaben der Christdemokraten in der Gemeinde bislang noch nicht gegeben.
Insgesamt nominierten die anwesenden Mitglieder der CDU 96 Listenplätze für Ortsräte, Gemeinderat und Kreistag. Einen besonderen Moment bildete die einstimmige Verabschiedung der vom Vorstand empfohlenen Gemeinderatsliste. Die Liste wird von der amtierenden Ratsvorsitzenden Anke Grabe angeführt, gefolgt von zahlreichen Frauen.
Bürgermeisterkandidat Friedemann Blaffert kann in dieser Konstellation künftig von einer CDU-Fraktion ausgehen, die sich durch einen hohen Frauenanteil auszeichnet. Er will einen Neustart in der Gemeinde und hat den Anspruch, eine moderne, gerechte und zukunftsorientierte Kommunalpolitik zu gestalten. „Die Hälfte unserer Bevölkerung sind Frauen. Deshalb wird es höchste Zeit, dass sich dies auch bei allen Entscheidungen im Gemeinderat widerspiegelt”, sagt Blaffert. Die Liste der CDU sei ein deutliches Zeichen dafür. Als Bürgermeisterkandidat für alle würde er sich sehr freuen, wenn dieses Beispiel Schule macht.
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Auf den neun Ortsratslisten inklusive Ortsvorsteher Iddensen werben mehr als 70 Kandidatinnen und Kandidaten für die Wählerstimmen in den Ortschaften. Blaffert hatte in zahlreichen persönlichen Gesprächen in den Ortschaften zu künftig deutlich mehr Bürgernähe aufgerufen. Das kam offenbar sehr gut an.
Zwei Drittel Frauen für den Kreistag
Auch bei der Nominierung für den Kreistag setzt die CDU nach eigenen Angaben ein deutliches Signal: Mit Christine Rudnik, Maximilian Leroux und Anke Grabe sind zwei von drei Listenplätzen mit Frauen besetzt. „Damit wollen wir aus Rosengarten auch im Kreistag ein Zeichen für mehr Geschlechtergerechtigkeit setzen”, sagt Leroux, Vorstandsmitglied der Rosengarten-Union.
Matthias Grabe, Vorsitzender der CDU in Rosengarten, sieht eine neue Ära eingeläutet. „Wenn viele meinen, die CDU stünde für alte Zöpfe, in Rosengarten schneiden wir sie konsequent ab”, sagt Grabe. Die CDU in Rosengarten sei weit weg von Berlin und Hannover. Kommunalpolitik dürfe nicht nur die Domäne alter weißer Männer sein, die Resultate der letzten fünf Jahre zeigten, wo das hinführe. „Freuen wir uns auf einen Neustart mit einem jungen, kompetenten Bürgermeister und starken Frauen und Männern in den Räten und im Kreistag”, sagt Grabe.
Ehrengast Jan Bauer (MdL) lobte in seiner Rede die zukunftsweisende Entwicklung der Rosengarten-Union und die hervorragende Organisation der Versammlung. Mit Blick auf die kommende Wahlperiode betonen Blaffert und die Rosengarten-Union ihren Anspruch, eine moderne Kommunalpolitik zu gestalten, mit Vertreterinnen und Vertretern aller Generationen und Geschlechter. (dh)
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