Landkreis Harburg: 64 Fachkräfte diskutieren über inklusiven Schulstart

64 Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen und Verwaltung diskutierten im Kreishaus Winsen über den inklusiven Übergang von der Kita in die Grundschule. Foto: Landkreis Harburg
64 Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen und Verwaltung diskutierten im Kreishaus Winsen über den inklusiven Übergang von der Kita in die Grundschule. Foto: Landkreis Harburg

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Wie gelingt Kindern ein guter Start in die Schule, und wie kann dieser Übergang inklusiv gestaltet werden? Diese Fragen lockten 64 Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Grundschulen, Kreisverwaltung und Pädagogik ins Kreishaus nach Winsen. 

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Das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule des regionalen Landesamts für Schule und Bildung sowie die Abteilungen Bildung und Gesundheit des Landkreises Harburg hatten zum Runden Tisch eingeladen. Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist eine entscheidende Phase im Leben eines Kindes, erläuterte Andrea Paschke vom Projekt Kommunales Bildungsmanagement und Monitoring der Kreisverwaltung das gemeinsame Ziel. 

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„Wir wollen allen Kindern im Landkreis Harburg die bestmöglichen Startchancen geben, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen”, sagte Paschke. Das gelinge nur, wenn frühzeitig und eng zusammengearbeitet werde. Wie wichtig dieser Austausch zwischen Kitas und Grundschulen sowie passende Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern sein können, zeigte eine Auswertung der jährlichen Schuleingangsuntersuchungen des Kreisgesundheitsamts. 

Juliane Thoms stellte die Ergebnisse vor. „Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule”, sagte Thoms. Es gebe nicht den einen typischen Schulstart. Umso wichtiger sei es, dass vorhandene Informationen miteinander geteilt würden und gemeinsam geschaut werde, was jedes einzelne Kind brauche. 

Neben kindheitspädagogischen Analysen und aktuellen Erkenntnissen aus der Praxis standen konkrete Unterstützungsangebote im Mittelpunkt des Treffens. Das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum inklusive Schule stellte seine Arbeit vor, insbesondere die Angebote Fachberatung Inklusion sowie den Mobilen Dienst Emotionale und Soziale Entwicklung.

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Praxisbeispiel aus Seevetal zeigt Zusammenarbeit

Ranga Schönborn-Hoffmann vom Beratungszentrum hob die Bedeutung der Vernetzung hervor. „Insbesondere Inklusion gelingt nicht im Alleingang”, sagte Schönborn-Hoffmann. Sie lebe davon, dass sich Fachkräfte kennen, Vertrauen zueinander aufbauen und gemeinsam Lösungen für Kinder und auch Eltern entwickeln. Genau dafür sollten mit diesem Treffen Kitas und Grundschulen ganz gezielt zusammengebracht werden, nicht nur zum Zuhören, sondern um direkt zusammenzuarbeiten und Best Practice in diesem Bereich vorzustellen, um Synergieeffekte zu schaffen. 

Wie eine solche Kooperation in der Praxis aussehen kann, zeigte zum Abschluss des Tages ein Beispiel aus Meckelfeld in der Gemeinde Seevetal. Im sogenannten Brückenjahr arbeiten Kita und Grundschule dort eng zusammen, um Kinder gezielt auf den Schulstart vorzubereiten. „Wir freuen uns über die tolle Beteiligung und den engagierten Austausch”, sagten die Organisatorinnen Schönborn-Hoffmann, Thoms und Paschke am Ende des Runden Tisches. Das zeige, dass der Bedarf an einem solchen Format da sei. Die Vernetzung soll den Auftakt für weitere Zusammenarbeit am Übergang Kita-Schule im Rahmen des Projekts bilden. 

Das Projekt Kommunales Bildungsmanagement und Monitoring im Landkreis Harburg wird im Rahmen des Programms Bildungskommunen durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert. (dh)

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