Von Hamburg ins Grüne: Warum so viele nach Holm-Seppensen ziehen

Zahlreiche Vereine präsentierten sich beim Neubürgerempfang im Kulturbahnhof in Holm-Seppensen. Foto: JOTO
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Buchholz in der Nordheide/Holm-Seppensen. Kaffee, Kuchen und viele Gespräche im ehemaligen Bahnhofsgebäude: Ortsbürgermeister Bernhard Unger hat am Samstag zum Neubürgerempfang in den Kulturbahnhof Holm-Seppensen eingeladen. Zahlreiche Vereine präsentieren sich an diesem Nachmittag den Zugezogenen.

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„Es sind 293 Einladungen, die ich verschickt habe”, sagt Unger. Sie gingen an alle Neubürger, die zwischen Januar 2024 und Dezember 2025 nach Holm-Seppensen gezogen sind. Holm-Seppensen ist bereits jetzt der einwohnerstärkste Ortsteil von Buchholz und wächst. 

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Die meisten Neubürger kommen aus Hamburg. „Sie gründen eine Familie oder haben gerade eine gegründet”, sagt Unger. Dann möchten sie im grünen Speckgürtel von Hamburg wohnen. 

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„Die Infrastruktur ist toll und die Anbindung nach Hamburg ist besser als von vielen anderen Städten”, sagt er. Ein weiterer Grund für den Zuzug seien Großeltern, die näher bei ihren Enkeln sein wollen. Sobald sie im Ruhestand sind, ziehen sie hierher. Große Neubaugebiete gibt es in Holm-Seppensen nicht.


Die meisten kaufen hier ein Eigenheim

Bernhard Unger

Mietwohnungen gebe es wenig. Das Wachstum speist sich auch aus einer anderen Quelle: Früher mussten Grundstücke mindestens 5.000 Quadratmeter groß sein für ein Einfamilienhaus, jetzt nicht mehr. Wenn ältere Eigentümer sterben und die Erben das Grundstück verkaufen, entstehen dort heute mehrere Häuser. „Wir haben hier eine gesunde Verdichtung”, sagt Unger.

Vereine bilden starkes Netzwerk

Das Vereinsleben in Holm-Seppensen sei „unglaublich”, schwärmt der Ortsbürgermeister. Beim Neubürgerempfang präsentieren sich die evangelische Kirche, der Geschichts- und Museumsverein, der Bürger- und Verkehrsverein, der SV Holm-Seppensen, die Freiwillige Feuerwehr Holm und viele andere. Auch der Kulturbahnhof selbst ist vertreten. „Wir haben hier ein sehr enges Zusammenleben mit den Ehrenamtlichen”, sagt Unger.

Dieses Zusammenleben sei in den letzten Jahren noch stärker geworden. Der Bürger und Verkehrsverein hat das Dorffest wiederbelebt, das nun zum zweiten Mal stattfindet. Der Neubürgerempfang gehört ebenfalls zu den neuen Initiativen. „Das ist alles in dieser Ratsperiode entstanden”, berichtet Unger.

Vanessa Schmitt ist im Mai mit David Rath nach Holm-Seppensen gezogen. Die Gründe: Bahnanbindung nach Hamburg und die Kitas vor Ort. 


Wir haben uns Buchholz ganz bewusst ausgesucht und dann war es zum Verlieben

Vanessa Schmitt mit David Rath und Tochter Lilly

Sie geht viel spazieren mit ihrer acht Monate alten Tochter Lilly. 

„Es gibt so viele Möglichkeiten mit Wald und Natur”, sagt sie. Besonders schätzt sie, dass man abseits vom Straßenverkehr laufen kann. „Wir haben alles zum Einkaufen da, auch ohne Auto erreichbar. Das ist schon toll”, sagt Schmitt.

Peter Firse ist seit August in Holm-Seppensen. Er und seine Frau suchten einen Bungalow und fanden ihn hier. „Wir sind schon um die 60, da achtet man auf Ärzte und Physiotherapie”, sagt Firse. Natürlich spielten auch Natur und Ruhe eine Rolle. Das Paar wohnte vorher sehr nah an der Bahnlinie Hamburg-Lübeck. 

Das Büsenbachtal haben sie bereits für sich entdeckt, wenn es auch zur Saison überlaufen sei. 


Das war schon der richtige Schritt

Peter Firse

Für die Neubürger ist der Empfang im Kulturbahnhof eine Chance, soziale Kontakte zu knüpfen. (JOTO)

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