
Buchholz in der Nordheide/Seppensen. Der BUND Regionalverband lehnt die geplante Umwandlung eines Waldstücks am Thomasfeldweg in Bauland ab. Die Stadt Buchholz will eine 8.000 Quadratmeter große Waldfläche, die südlich direkt an den Seppensener Friedhof angrenzt, durch eine Änderung des Flächennutzungsplans für eine Bebauung freigeben.
Die Waldfläche liegt im Bereich des Stichweges Thomasfeldweg. Nach den Plänen der Stadt soll dort künftig gebaut werden können. Der BUND sieht darin einen nicht nachvollziehbaren Schritt angesichts der aktuellen Klimasituation.
„Wir können nicht nachvollziehen, dass in einer Situation, in der es Tausende Hitzetote gibt, Rekordtemperaturen in Luft und Wasser auftreten, Extremwetterereignisse direkt vor der Haustür passieren, Rekord-Niedrigpegelstände in deutschen Flüssen zu verzeichnen sind und Extremtrockenheit herrscht immer noch einfach so Waldflächen abgeholzt und zu Bauland gemacht werden sollen”, sagt Elisabeth Bischoff, Vorsitzende des BUND Regionalverbandes. Sie verweist auf die Extremwetterereignisse in Heidenau als Beispiel für die Dringlichkeit des Klimaschutzes.
Jede Waldfläche zählt
Gerade jetzt sei jede Waldfläche zu erhalten und schützenswert als natürliche Klimaanlage und Wasserspeicher, sagt Bischoff. Der BUND betont die besondere ökologische Bedeutung gerade dieser Fläche für den lokalen Naturschutz.
Das Laubwäldchen zeichnet sich durch vielfältige Baumarten und Sträucher aus. Es dient als Lebens- und Rückzugsraum für Amphibien. Diese Bedeutung zeigt sich Jahr für Jahr im Frühjahr besonders deutlich.
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Dann wird im Bereich des Seppensener Friedhofes und des Thomasfeldweges ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Dieser soll verhindern, dass bei der Wanderung der Tiere zu ihren Laichgewässern zu viele auf der Straße sterben. Der Bauhof der Stadt Buchholz unterstützt diese Maßnahme nach Angaben des BUND großartig.
Wichtige Grünverbindung
Der Stadt müsse deshalb bekannt sein, welche Bedeutung diese Fläche für Flora und Fauna habe, argumentiert der BUND. Die Waldfläche erfüllt zudem eine weitere wichtige Funktion im städtischen Grünsystem.
Sie bildet eine natürliche Grünverbindung zwischen Steinbachtal und Brunsberg. Solche Korridore sind für den Biotopverbund und die Wanderung von Tieren wichtig. Der BUND lehnt deshalb die Änderung des Flächennutzungsplanes ab und hält aus genannten Gründen gerade diese Fläche für absolut schützenswert. (tj)
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