Windpark Dibbersen: Grüne fordern konkrete Zusagen zur Bürgerbeteiligung

Drei Windkräfträder auf einem Feld bei Sonnenuntergang. Foto: JOTO
Drei Windkräfträder auf einem Feld bei Sonnenuntergang. Foto: JOTO

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Buchholz in der Nordheide/Dibbersen. Die Grünen im Buchholzer Stadtrat erhöhen den Druck beim geplanten Windpark Dibbersen. Nach ihrer kürzlich eingereichten Anfrage zu Beteiligungsmöglichkeiten fordern sie nun verbindliche Zusagen statt weiterer Prüfaufträge. Die Menschen in Buchholz und Dibbersen müssten frühzeitig wissen, wie sie konkret vom Windpark profitieren können, betonen die Grünen.

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„Für ein Gelingen der notwendigen Energiewende ist es zwingend erforderlich, dass die Menschen und die Kommunen vor Ort nicht nur die Auswirkungen eines Projekts tragen, sondern auch von dessen wirtschaftlichen Vorteilen profitieren”, sagt Philip Schlumbohm (Grüne), stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Die Verwaltung habe in ihrer Stellungnahme bestätigt, dass verschiedene Beteiligungsmodelle möglich seien. Diese reichten von Darlehen über Energiegenossenschaften bis zu regionalen Stromtarifen. Konkrete Aussagen, wie die Buchholzer tatsächlich beteiligt werden sollen, fehlten aber bislang. 

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„Genau deshalb haben wir diesen Antrag gestellt”, erklärt Frerk Meyer (Grüne), Co-Vorsitzender der Ratsfraktion. Es dürfe nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen bleiben. „Die Menschen in Dibbersen und ganz Buchholz müssen frühzeitig wissen, welche Beteiligungsmöglichkeiten es geben wird und welchen konkreten Nutzen der Windpark für sie und unsere Stadt bringt”, sagt Meyer.

Kritik am Zeitplan für Bürgerinformationen

Das Windparkprojekt soll frühestens nach Beschluss des neuen Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Harburg voraussichtlich 2027 beginnen. Die Projektentwicklerin plane öffentliche Informationsveranstaltungen aber erst für die Jahre 2027 oder 2028. Diesen Zeitplan sehen die Grünen kritisch. Sie begrüßen ausdrücklich, dass auch die Verwaltung einen früheren und intensiveren Austausch mit der Öffentlichkeit für erforderlich hält. 

Philip Schlumbohm. Foto: PS

Darüber hinaus fordern die Grünen, die wirtschaftlichen Chancen des Projekts stärker für Buchholz zu nutzen. Neben den gesetzlich vorgesehenen Zahlungen an die Kommune müssten zusätzliche Einnahmen und Vorteile vor Ort gesichert werden. Auch eine direkte oder indirekte Beteiligung der Stadtwerke oder der Stadt selbst sei ernsthaft zu prüfen.

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„Wenn auf Buchholzer Gebiet Windenergie erzeugt wird, dann muss ein spürbarer Teil der Wertschöpfung auch in Buchholz bleiben”, sagt Schlumbohm. Das könne über Bürgerbeteiligungen, regionale Stromangebote oder zusätzliche Mittel für gemeinnützige Projekte und den Naturschutz geschehen. „Die Energiewende muss für die Menschen vor Ort erkennbar auch einen finanziellen Mehrwert schaffen. Die Profite dürfen nicht allein bei Investorinnen landen, sondern der Allgemeinheit nutzen”, sagt Schlumbohm. 

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Der Windpark Dibbersen werde ein wichtiges Projekt für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung werden, betonen Meyer und Schlumbohm. Dafür brauche es aber frühzeitige Beteiligung, maximale Transparenz und verbindliche Zusagen. „Genau dafür werden wir uns weiterhin einsetzen”, sagen die beiden Grünen-Politiker. (tj)

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