
Buchholz in der Nordheide/Dibbersen. Erst kam der Rettungswagen nicht mehr durch, jetzt muss der Müllwagen rückwärts fahren. In Dibbersen sorgen erst Falschparker und nun zehn neue Poller für Ärger. Der kleine Konflikt im Fuhrenweg und in der Straße Wittenhögen spitzt sich zu, sodass nun sogar ein Klärungstermin mit Ortsbürgermeisterin Birgit Albers (CDU) ansteht.
Marvin Giesecke-Behmer spricht für mehrere Bewohner, die sich über die neuen Poller am Straßenrand ärgern. Die Maßnahme sei überraschend gekommen. „Ein Begegnungsverkehr ist nicht mehr möglich”, sagt Giesecke-Behmer. Kommen Fahrzeuge von beiden Seiten, müsse eines rückwärts fahren.
Ein Müllwagen habe die Kurve nicht mehr geschafft und sei rückwärts in den Tiemannsweg gefahren. Das Rückwärtsfahren sei für Müllfahrzeuge aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen. In der Straße Wittenhögen hätten einige Anwohner nun Probleme, in ihre Einfahrten zu kommen.
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„Die Sicherheit der Anwohner sollte bei allen verkehrslenkenden Maßnahmen oberste Priorität haben”, sagt der Anwohner. Wie sollen im Ernstfall Feuerwehr oder Rettungsdienst durchkommen, wenn schon die Müllabfuhr Schwierigkeiten habe? Die Anwohner haben jetzt eine Unterschriftensammlung gestartet.
Stadt sieht sich im Dilemma
Oliver Sander, Pressesprecher der Stadt Buchholz, erklärt die Maßnahme. Nachbarschaft und Politik seien an die Verwaltung herangetreten. Das Parken auf den Grünstreifen sei das Problem gewesen. Dadurch sei unter anderem ein Krankenwagen nicht mehr durchgekommen. Auch vorher hätten größere Fahrzeuge wegen Falschparker nicht durch die enge Straße gepasst.
Die Verkehrsbehörde habe reagiert und die Poller setzen lassen. Die Poller seien schmaler als parkende Autos und schafften eigentlich mehr Platz. Der Konflikt verläuft nicht nur zwischen Stadt und Anwohnern. Auch unter den Bewohnern gibt es unterschiedliche Positionen.
Sander räumt ein, dass die Maßnahme zu Unruhe führe. Doch es gibt ein Dilemma. „Wir können die Poller wieder wegnehmen, dann stehen wieder Autos dort, dann haben wir das Problem von vorne”, sagt der Pressesprecher. Das Parken auf einem Grünstreifen als auch das Parken auf Grünflächen ist in Deutschland verboten.
In Kürze soll ein Vor-Ort-Termin mit Ortsbürgermeisterin Birgit Albers (CDU) und der Verkehrsbehörde stattfinden. Dann wird entschieden, wie es weitergeht. Giesecke-Behmer betont, es gehe nicht darum, Verantwortliche anzugreifen. „Wir wollen gemeinsam eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten finden”, sagt er. (JOTO)










