
Buchholz in der Nordheide. Ein kleines Solarmodul, ein Windrad, eine Batterie. Diese drei Gegenstände wanderten am Mittwoch, 20. Mai, in eine Zeitkapsel. Sie stehen sinnbildlich für das, was ab 2027 im Schülerlabor Zukunftsenergien erlebbar werden soll. Mit der feierlichen Grundsteinlegung an der Zukunftswerkstatt Buchholz ist das Projekt in seine entscheidende Phase getreten.
Durch den Festakt führte Jan Bauer (CDU), Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Professor Wolfgang Bauhofer, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt, gab einen Einblick in das geplante Schülerlabor. Ab 2027 soll es weiterführenden Schulen der Region einen außerschulischen Lernort bieten. Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse können dort den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Energiewende praxisorientiert erfahren.
Anschauliche Experimentierstationen machen komplexe Themen wie erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netzmanagement begreifbar. Das Labor soll zudem Interesse an MINT-Berufen wecken, die für die Umsetzung der Energiewende dringend gebraucht werden. Gezielt sollen auch Mädchen und junge Frauen angesprochen werden. Regelmäßige Führungen und Fachvorträge für Erwachsene ergänzen das Angebot. So entsteht ein regionaler Lern- und Vernetzungsort, der Schulen, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringt.
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Bauhofer betonte, dass der Anbau dem Engagement der Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung zu verdanken ist. Bauer schloss sich dem Dank an und richtete ihn auch an die anwesenden Förderer Professor Thomas Matzen, Andreas Tietz und Dieter Hoth. Ohne deren jahrelange Unterstützung würde die Zukunftswerkstatt in dieser Form nicht existieren.
Vom Symbol zur Praxis
Sascha Eigelt von der Vorwerk-Stiftung als Hauptförderer des Projekts unterstrich die Bedeutung des Vorhabens. Seine Kinder kennen die Zukunftswerkstatt bereits. „Unsere Kernthemen sind Energie und Energietransport”, sagt Eigelt. Dabei beobachte er, dass viele Menschen gar nicht wüssten, woher die von ihnen verwendete Energie eigentlich komme. Genau hier setze das Schülerlabor an, mit der Verzahnung von Theorie und Praxis.
Den feierlichen Abschluss bildete das Beladen und Einlassen der Zeitkapsel. Die beiden Schüler Finja Barghoop und Götz Anft füllten gemeinsam mit Bauer die Kapsel mit den Symbolen für erneuerbare Energien und dem Jahresbericht der Zukunftswerkstatt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Grundsteinlegung hatten zuvor auf dem Bericht unterschrieben. Eingelassen in den Grundstein wurde die Kapsel von Eigelt und Bauer.
Die Zukunftswerkstatt freut sich auf die Erweiterung um das Schülerlabor Zukunftsenergien und auf alles, was dort ab 2027 entstehen wird: für neugierige Köpfe, engagierte Schulen und eine Region, die die Energiewende aktiv mitgestalten will. (dh)
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