Wenn im Krankenhaus die Orientierung verloren geht

Das Krankenhaus Buchholz. Foto: Krankenhaus Buchholz
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Buchholz in der Nordheide. Desorientierung, Verwirrtheit, veränderte Wahrnehmung: Was sich wie eine vorübergehende Erschöpfung anhört, kann ein medizinischer Notfall sein. Ein Delir ist ein akuter Verwirrtheitszustand, der besonders während längerer Krankenhausaufenthalte auftreten kann. Wie die Krankenhäuser in Buchholz und Winsen damit umgehen und was Angehörige wissen sollten, erfahren Interessierte bei einem Gesundheitsgespräch am Donnerstag, 27. August.

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Ältere Menschen, vor allem mit einer bereits bestehenden Demenz, gehören zur Risikogruppe für die Entwicklung eines Delirs. Die erhöhte Verletzlichkeit ihrer geistigen Funktionen macht sie besonders anfällig. Doch auch jüngere Patienten können betroffen sein. Ein Delir kann Stunden oder Wochen andauern und tritt nicht selten im Rahmen eines längeren Krankenhausaufenthaltes auf. 

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Wichtig zu wissen: Ein Delir ist keine Demenz. Während ein Delir in der Regel wieder vergeht, ist eine Demenz nicht reversibel. Ein Delir ist ein medizinischer Notfall, der sofortige Behandlung erfordert. Die Symptome zeigen sich durch Desorientierung, Verwirrtheit und veränderte Wahrnehmung.

Rechtzeitige Erkennung entscheidend

Wird ein Delir nicht rechtzeitig erkannt, kann es schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Dazu gehören eine Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit, bleibende geistige Einschränkungen oder ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit und Sterblichkeit. Vor allem für Menschen mit Demenz ist ein Krankenhausaufenthalt sehr herausfordernd.

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Die Krankenhäuser Buchholz und Winsen sind als demenzsensible Krankenhäuser ganzheitlich darauf eingestellt, demenzkranke Patienten optimal zu versorgen und Delirzustände frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Von der Aufnahmesituation bis hin zur Entlassung werden Patienten fortwährend von einem interdisziplinären Team aus Delir- und Demenzexperten begleitet.

Experten informieren über Versorgungskonzept

Dieses Team informiert beim Gesundheitsgespräch am Donnerstag, 27. August, umfassend zu Ursachen, Risikofaktoren und Delir-Prophylaxen. Weitere Themen sind das Konzept demenzsensibles Krankenhaus und der Umgang mit Delir und Demenz im Krankenhausalltag.

Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referenten auch für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses Buchholz. Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (tj)

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