
Buchholz in der Nordheide. Die Buchholzer Liste macht die Ablehnung eines geplanten Großwohngebiets zu einem zentralen Wahlkampfthema. In einer gemeinsamen Erklärung der Stadtratsfraktion sowie der Ortsratsfraktionen Steinbeck und Trelde wendet sich die Wählergemeinschaft gegen das Projekt Stadteingang West mit 580 Wohneinheiten am Ortsausgang in Richtung Bundesstraße 75.
Die bis zu viergeschossige Bebauung auf Steinbecker, Trelder und Sprötzer Gebiet widerspreche allen guten Grundsätzen der Stadtentwicklung, heißt es in der Erklärung.
Stephan Jennerich, Trelder Ortsbürgermeister und Spitzenkandidat der Buchholzer Liste, kritisiert die Pläne scharf. „Die Großbebauung auf der grünen Wiese mit 580 Wohneinheiten und einer bis zu viergeschossigen Bebauung führt zu einer weiträumigen Flächenversiegelung und einer schwerwiegenden Beeinträchtigung”, sagt er.
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Dr. Martin Dieckmann, der sowohl im Stadtrat als auch im Ortsrat sitzt und ebenfalls für die Buchholzer Liste kandidiert, warnt vor massiven Verkehrsproblemen. „Aufgrund des Fehlens einer Nahversorgung und jeglicher Anbindung an den ÖPNV würde es zu massiven Steigerungen des Autoverkehrs mit einer weiteren Belastung der ohnehin schon stark überlasteten Kreuzungsbereiche der Bremer Straße bis hin zum Mühlentunnel kommen”, sagt Dieckmann.
Alternative in Bahnhofsnähe sei vorhanden
Die Buchholzer Liste verweist auf eine aus ihrer Sicht bessere Lösung. „Mit der sogenannten Rütgersfläche stehen in unmittelbarer und fußläufiger Bahnhofs- und Innenstadtnähe ausreichend alternative Bauflächen für den benötigten Wohnungsbau in mehr als vergleichbarer Größenordnung zur Verfügung”, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Entwicklung dieser Fläche werde durch das Konkurrenzprojekt auf der grünen Wiese sogar gefährdet.
Der Stadtrat hatte im März über das Baugebiet beraten. Eine Mehrheit aus CDU, SPD und Grünen stimmte damals für die Entwicklung der Fläche. Stadtbaurat Manuel Reichel verwies auf den spürbaren Wohnraumbedarf in Buchholz. Der Landkreis fordert mehr als 1.800 neue Wohneinheiten für die Stadt. In den ersten drei Bauabschnitten auf städtischen Flächen sollen etwa 380 der insgesamt 580 Wohnungen entstehen. Pro Bauabschnitt sind 15 bis 25 Prozent Sozialwohnungen vorgeschrieben. (JOTO)













