
Buchholz in der Nordheide/Seevetal/Landkreis Harburg. Von den 80er Jahren direkt in die digitale Zukunft: Eine Zeitreise durch die Medienwelt konnten die Besucherinnen und Besucher bei KLICK CUT CODE erleben. Nachdem das Medienfest Ende Juni wegen extremer Hitze abgesagt werden musste, holten die Veranstalter die Veranstaltung in kleinerem Rahmen nach. Auf dem Campus des Medienzentrums Landkreis Harburg und des Gymnasiums Hittfeld drehte sich alles um Filme, Games, Animation und digitale Kreativität.
Matthias Haist vom Medienzentrum betonte die Bedeutung der nachgeholten Veranstaltung. Es sei wichtig gewesen, den eingereichten Projekten doch noch die Bühne zu geben, die sie verdient haben, sagte Haist. Besonders schön sei es gewesen zu sehen, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und Begeisterung die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen umgesetzt haben.
Die digitale Welt verändere sich rasant, sagte Kreisrätin Ana Cristina Bröcking. Umso wichtiger sei es, dass Kinder und Jugendliche lernen, sich darin selbstbewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu bewegen. Digitale Medien eröffneten enorme Möglichkeiten.
Medienkompetenz bedeute weit mehr, als digitale Werkzeuge bedienen zu können, erklärte Bröcking weiter. Es gehe darum, Informationen zu hinterfragen, eigene Ideen zu entwickeln und die Möglichkeiten digitaler Medien kreativ zu nutzen. KLICK CUT CODE zeige eindrucksvoll, mit wie viel Fantasie, Neugier und Ideenreichtum junge Menschen ihre digitale Welt selbst gestalten. Genau diese Fähigkeiten brauche man für die Zukunft.
Die eingereichten Beiträge bewiesen jede Menge Fantasie und Kreativität. Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen reichten insgesamt 20 Projekte ein. Das Spektrum reichte von Projekten aus Kindertagesstätten über schulische Gruppenarbeiten bis hin zu anspruchsvollen Einzelprojekten Jugendlicher. Auch die Themen waren breit gefächert: von Umweltschutz und regionaler Natur über Musik bis hin zu Künstlicher Intelligenz und technischen Zukunftsfragen.
Von Trickfilm bis KI-Projekt
Die Projekte zeigten die große Bandbreite kreativer Medienarbeit von Kindern und Jugendlichen und seien so bunt wie der Landkreis gewesen, freute sich Haist. Kurz- und Trickfilme waren ebenso unter den Einreichungen wie Animationen und KI-Projekte, selbst programmierte Computerspiele, Coding-Anwendungen und mit 3D-Druck realisierte Konstruktionen. Die Bewertung erfolgte in drei Alterskategorien.
In der Altersgruppe bis 10 Jahre erhielt das Trickfilmprojekt „50 Jahre DRK Kita Eckel” den ersten Preis. Bei den 11- bis 15-Jährigen setzte sich Radu Musat mit dem selbst entwickelten Computerspiel „Weg damit!” durch, das das Thema richtige Mülltrennung in den Mittelpunkt stellt.
In der Altersgruppe 16 bis 20 Jahre war das Projekt „Big Buck Bunny – Einen Animationsfilm vertonen” der Klasse 10–3 des Gymnasiums Neu Wulmstorf erfolgreich. Darüber hinaus vergab die Jury drei Sonderpreise: Der Sonderpreis Dokumentation ging an die „Recklinghausen-Suderwich Reportage” von Henrik Smikalla. „Mama, Papa, ich schaffe das!” der Kitas Wiesenland und Sprechdachse wurde mit dem Sonderpreis „Stark durch Medien” ausgezeichnet. Der Nostalgiefilm „COUNTACH, wer wird gewinnen” der IGS Seevetal über ein Autorennen erhielt den Sonderpreis „Beste Produktion”.
Rennstrecke auf dem Schulhof
Neben Ausstellung und Preisverleihung gab es für die rund 150 Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm. Anne Kliche und Stefan Berendes von der LAG Jugend & Film Niedersachsen luden dazu ein, selbst kreativ zu werden und sich mit Animation und Game-Design zu beschäftigen.
Ein besonderes Highlight bot sich auf dem Schulhof: Das Team des Projekts „COUNTACH, wer wird gewinnen” hatte dort eine eigene Rennstrecke aufgebaut. Die Besucherinnen und Besucher konnten die selbstgebauten Fahrzeuge, die als Originalrequisiten im eingereichten Film zum Einsatz kamen, selbst ausprobieren und damit über den Schulhof fahren.
Auch das DIGILAB des Medienzentrums war geöffnet. Dort erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in Lasercutting, 3D-Druck und Robotik. Sie konnten die verschiedenen Technologien selbst kennenlernen und ausprobieren.
KLICK CUT CODE wird vom Arbeitskreis Jugend und Medien in Kooperation mit dem Freilichtmuseum am Kiekeberg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude veranstaltet. Der Wettbewerb und das Fest haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Plattform für kreative Medienarbeit im Landkreis entwickelt, sagte Haist. Auch im nächsten Jahr soll es KLICK CUT CODE wieder geben. Kinder und Jugendliche können dann erneut ihre Kreativität mit digitalen Beiträgen zeigen. Alle Projekte werden in das Archiv unter www.klickcutcode.de aufgenommen. (dh)









