Von Freibädern bis Kriegsschäden: Heimatforscher tagen am Kiekeberg

55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher trafen sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg zur Jahrestagung. Foto: FLMK
55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher trafen sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg zur Jahrestagung. Foto: FLMK

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Buchholz in der Nordheide/Rosengarten/Ehestorf. Geschichte wirkt bis heute. Das zeigte sich am Samstag, 26. September, als 55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung im Landkreis Harburg ins Freilichtmuseum am Kiekeberg kamen. In sieben Vorträgen präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre aktuellen Projekte und Forschungsvorhaben. Dabei wurde deutlich, wie Freibäder, Schullandheime und Stadtparks die Region prägten. Der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg unterstützte die Tagung.

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Heimatforschung hat sich gewandelt. „Heimatforschung blickt heute nicht mehr nur auf Ereignisse, Orte und ihre Chronologie”, sagt Stefan Zimmermann. „Sie untersucht immer mehr auch den Alltag der Menschen und bezieht unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ein, darunter die von Zugezogenen und Migrantinnen”, sagt Zimmermann. Er stellte den Bau von Turnhallen und Freibädern in den ersten Nachkriegsjahrzehnten vor. 

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Auch Gesundheitseinrichtungen standen im Fokus der Vorträge. Dieter Maretzki sprach über die Geschichte des ehemaligen Jesteburger Lungensanatoriums „Heidehaus” von 1912 bis 1966. Dr. Jörn Lindner betrachtete die Schullandheime im Süderelberaum. Die Beiträge zeigten, wie sich Gesundheitsversorgung und Freizeit im 20. Jahrhundert entwickelten.

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Kunst und Alltagsgeschichte

Ute Schwermer-Vietheer erinnerte an den Landschaftsmaler Willy Kittel und stellte sein Leben und Werk vor. Die verschiedenen Präsentationen verdeutlichten die Vielfalt regionaler Alltagsgeschichte.

Auch Arbeit und Stadtentwicklung wurden beleuchtet. Jens Versemann berichtete über die Zinnhütte in Tostedt. Günter Wincierz erzählte die Geschichte des Stadtparks Harburg an der Außenmühle ab 1926.

Kriegsschäden und Museumseinblicke

Katrin Lembke-Schlaaff sprach über Kriegssachschäden und deren Entschädigung zwischen 1939 und 1945 am Beispiel der Ortschaft Horst. Zum Abschluss erhielten die Tagungsgäste bei einer Führung durch die Magazine des Museums Einblicke in die Sammlungstätigkeit und Objektpflege im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung findet jährlich an einem anderen Ort im Landkreis Harburg statt. (dh)

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