Vielfältiges Erinnern am Holocaust-Gedenktag in Buchholz

Die Kranzniederlegung am Mahnmal in der Buchholzer Innenstadt wurde vom Verein Heideruh ausgerichtet. Foto: Stadt Buchholz
Die Kranzniederlegung am Mahnmal in der Buchholzer Innenstadt wurde vom Verein Heideruh ausgerichtet. Foto: Stadt Buchholz
Werbung
Brandgeist Anzeige - Klicken um die Webseite Brandgeist zu besuchen
Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen

Buchholz in der Nordheide. Seit 30 Jahren erinnert Buchholz am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus. Am Dienstag würdigten drei Veranstaltungen den Holocaust-Gedenktag, der an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee erinnert.

Werbung
SPD Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen
Hier geht es zur Webseite

Am Albert-Einstein-Gymnasium fand eine schulinterne Gedenkveranstaltung für Schüler des zehnten Jahrgangs statt, an der auch Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse teilnahm. Schüler des zwölften Jahrgangs berichteten von der erstmals durchgeführten Bildungsfahrt nach Auschwitz und Krakau. Der Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers machte die nationalsozialistischen Verbrechen für sie greifbar. 

Werbung

Die Eindrücke vor Ort ließen abstrakte Zahlen aus dem Unterricht zu konkreten menschlichen Schicksalen werden. Die Kranzniederlegung am Mahnmal in der Innenstadt wurde vom Verein Heideruh ausgerichtet. Vertreter verschiedener Parteien und Organisationen gedachten gemeinsam der NS-Opfer und riefen zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Bürgermeister Röhse betonte, wie wichtig es sei, dem Erstarken rechter Ideologien entgegenzutreten und Hass, Hetze und Extremismus keinen Raum zu lassen.

+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

Theater beleuchtet Verdrängung der NS-Zeit

Die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt fand am Abend in der Aula des Gymnasiums Am Kattenberge statt. Das Buchholzer Bündnis für Demokratie richtete die Veranstaltung unter dem Titel „Wir fahren in Dunkelheit” aus und setzte sich mit der Rolle des Buchholzer Bahnhofs im Nationalsozialismus auseinander.

Bürgermeister Röhse warnte vor dem Erstarken rechter Parteien, insbesondere unter jungen Wählern. Er erinnerte daran, dass Menschen zu Grausamkeiten fähig sind, wenn Gewalt und Ausgrenzung zugelassen werden. Elke Gryglewski von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten erläuterte in drei Perspektiven, warum Erinnern wichtig ist, was es bedeutet und wie es vermittelt werden kann. Sie machte deutlich, dass das Wissen über den Holocaust in der Bevölkerung abnimmt. 

Ein Höhepunkt des Abends war das szenische Spiel „Julius Dorpmöller und die Erinnerung” der AG Darstellendes Spiel unter der Leitung von Björn Cieszynski. Der Text von Ingo Engelmann zeigte am Beispiel der umstrittenen Ehrung des Reichsbahn-Chefs Julius Dorpmöller 1962, wie Verdrängung und Schweigen über die NS-Verbrechen in Buchholz lange fortwirkten. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Duo Eksprompt aus Hamburg. (dh)

Werbung
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen
SHELL Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen