Umweltbewusst feiern – KORKampagne gibt Korken ein zweites Leben

Weingenuss mit gutem Gewissen – dank der KORKampagne für eine nachhaltige Zukunft. Foto: NABU/Jana Jensen
Weingenuss mit gutem Gewissen – dank der KORKampagne für eine nachhaltige Zukunft. Foto: NABU/Jana Jensen
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Buchholz in der Nordheide. Der Weingenuss zu Weihnachten und Silvester darf mit gutem Gewissen am Ende, ganz bewusst für die Umwelt eingesetzt werden. Die „KORKampagne“ schenkt Korken ein zweites Leben: An 1500 Orten in ganz Deutschland wird aus dem ehemaligen Abfall ein wertvolles Material für eine nachhaltige Zukunft.

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„Naturkork ist ein wertvoller, nachwachsender Rohstoff mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Ihn zu sammeln, statt zu entsorgen, verbindet Ressourcenschutz mit internationalem Artenschutz“, erklärt Jana Jensen, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser. 

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Ein Großteil der gesammelten Korken wird in gemeinnützigen Werkstätten zu Dämmgranulat für den ökologischen Hausbau verarbeitet. Die Erlöse aus dem Recycling fließen vollständig in Naturschutzprojekte der spanischen Vereinigung für Vogel- und Naturschutz „Sociedad Española de Ornitología“ – SEO Birdlife. 

Korkeichen retten – Kranichen helfen

„Viele der Kraniche, die wir in der Elbe-Weser-Region auf dem Durchzug oder als Rastvögel erleben, sind auf sichere Überwinterungsgebiete im Süden Europas angewiesen“, so Jensen. Insbesondere in der Region Extremadura – einem der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Kraniche aus Nord- und Mitteleuropa – wird finanzielle Unterstützung benötigt. 

In der spanischen Extremadura überwintern in den dortigen Korkeichenwäldern jedes Jahr bis zu 100 000 Kraniche aus Nordosteuropa. Intensive Landwirtschaft und Bauprojekte bedrohen diese Landschaften. Die Gelder aus der Kampagne werden für Schutzmaßnahmen und Umweltbildungsarbeit in diesen Gebieten eingesetzt.

„Durch das Sammeln von Naturkorken tragen wir dazu bei, Korkeichenwälder zu erhalten – artenreiche Lebensräume, die nicht nur für Kraniche, sondern für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung sind“, weiß Jana Jensen.

So funktioniert die KORKampagne

Eine Übersicht der Kork-Sammelstellen ist unter www.korkampagne.de zu finden. Dort gibt man zu den jeweiligen Öffnungszeiten die Korken ab. Gesammelt werden ausschließlich Flaschenkorken aus Naturkork. „Kork-Attrappen“ aus Kunststoff- oder Presskork sind für die Kampagne nicht geeignet.

Seit der Gründung im Jahr 1994 wurden mit diesem Projekt bereits 700 Tonnen Korken erfasst und zur Verarbeitung an gemeinnützige Einrichtungen weitergegeben. Mittlerweile wurden sogar Nachbarländer zu der Kampagne hellhörig und es gibt inzwischen auch Sammelstellen in Dänemark, den Niederlanden und Frankreich. 

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Kork-Exkurs: Kork wird aus Korkeichen im westlichen Mittelmeerraum gewonnen. Etwa alle neun bis zwölf Jahre wird die äußere Rinde der Korkeichen von Hand abgeschält. Dafür muss der Baum über 25 Jahre alt sein, wird nicht gefällt, und die Rinde wächst vollständig nach. Eine Korkeiche kann somit mehrere Hundert Jahre lang regelmäßig Kork liefern. (af)

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