Türen bleiben zu: Security auf unbestimmte Zeit im Buchholzer Rathaus

Das Rathaus in Buchholz. Foto: Hamann
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Buchholz in der Nordheide. Der Sicherheitsdienst im Buchholzer Rathaus bleibt auf unbestimmte Zeit bestehen. Das teilt die Stadt auf Anfrage von buchholz-aktuell.de mit. Nach dem Angriff eines Besuchers auf einen 64-jährigen Mitarbeiter Ende September hatte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (CDU) die Maßnahme sofort durchgesetzt. Seitdem sind die Türen verschlossen und Security-Kräfte im Einsatz.

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Die Sache hat allerdings ihren Preis. Rund 5.000 Euro kostet der Sicherheitsdienst die Stadt pro Monat. Das Geld dafür kommt aus einem ungewöhnlichen Topf: dem 150.000-Euro-Budget der Abteilung 2.1, in dem eigentlich Mittel für den Sicherheitsdienst in Obdachlosenunterkünften stecken. 

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„Trotz angespannter Haushaltslage lässt sich die Summe gerade noch stemmen”, sagt Anna Meuche, Pressesprecherin der Stadt. Obwohl 40 Prozent der Summe für das Rathaus abgezweigt wird, soll der Sicherheitsdienst in den Obdachlosenunterkünften nicht eingeschränkt worden sein. 

Dieser wurde erst in diesem Jahr eingeführt, nachdem es zu Vandalismus und vielen Polizeieinsätzen kam – buchholz-aktuell.de berichtete.

Der Sicherheitsdienst im Rathaus ist während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros vor Ort. Wer außerhalb davon einen Termin hat, steht vor verschlossenen Türen und muss klingeln. Ein Mitarbeiter holt den Besucher dann ab.

Lautes Klopfen bei öffentlichen Sitzungen

Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sorgten zuletzt auch für Verwirrung. Denn auch bei öffentlichen Sitzungen, etwa in der „Rathaus-Kantine”, ist die Tür zu. Für jeden Besucher muss jemand die Tür öffnen. Wer kurz rausgeht und wieder rein will, muss laut klopfen. Eine Klingel gibt es bislang nicht.

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Der Angriff Ende September sei der traurige Höhepunkt einer längeren Entwicklung gewesen, teilte die Stadt nach dem Angriff auf den Rathausmitarbeiter mit. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu verbalen Entgleisungen von Besuchern gegenüber dem Rathauspersonal gekommen. 

Der 26-jährige Angreifer hat sich übrigens geständig gezeigt. Die Polizei hat die Ermittlungen abgeschlossen, der Fall liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft Stade. (JOTO)

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