Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Die SPD-Fraktion im Kreistag hat die Nase voll. Wegen massiver Probleme bei der Müllabfuhr im Landkreis Harburg beantragt sie einen Tagesordnungspunkt für die nächste Sitzung des Ausschusses für Kreislaufwirtschaft und Atommüllendlagersuche.
„In den vergangenen Wochen gab es aus vielen Bereichen des Landkreises, auch direkt vor Ort in den Gemeinden, etliche Beschwerden wegen stehen gebliebener blauer Tonnen, liegen gebliebener gelber Säcke und fehlender Informationen”, sagt Christa Beyer, Sprecherin der Fraktion im Ausschuss.
Am Mittwoch, 18. Februar, soll im Kreishaus über das Thema „Abfallentsorgung im LK Harburg – Sammlung Altpapier und Verpackungsmüll” gesprochen werden. Die Umstellung der Verpackungsmüllsammlung zum Jahreswechsel auf die gelbe Tonne habe die Situation nicht verbessert, sagt Beyer. „Mit der Umstellung der Verpackungsmüllsammlung zum Jahreswechsel auf die gelbe Tonne ist es nicht einfacher geworden.”
Beauftragt mit der kreisweiten Sammlung ist in beiden Fällen die Firma Knettenbrech + Gurdulic. Bei der Abholung der blauen Tonnen liegt die Verantwortung für die Durchführung beim Landkreis. Die Altpapiersammlung ist für die Bürger kostenfrei und Bestandteil der Gebührenkalkulation.
Probleme auch ohne Schnee und Eis
Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf die aktuell winterlichen Straßenverhältnisse. Schon im vergangenen Jahr gab es landkreisweit mehrere Termine, an denen die blauen Tonnen und gelben Säcke nicht abgeholt wurden. Auch bei der anschließend erfolgten Nachsammlung wurden sie nicht in allen Bereichen der Orte entleert, sondern blieben stehen.
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Das alles führt in der Bevölkerung zunehmend zu einem Groll gegen den Entsorger. Auch in der Presse war aus Winsener Bereichen über Probleme zu lesen. Zumal die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern beim Unternehmen sehr eingeschränkt ist, wenn überhaupt möglich. Auch die Online-Formulare für die Bestellung oder Änderung der Anzahl gelber Tonnen funktionieren nicht. Die Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger mehren sich.
Die SPD-Fraktion beantragt darum einen Sachstandsbericht. Der soll insbesondere auch die Frage klären, ob die ersichtliche Unzuverlässigkeit des gegenwärtig beauftragten Entsorgers die Möglichkeit bietet, ein Sonderkündigungsrecht wegen erwiesener mangelhafter Vertragserfüllung auszusprechen. (tj)











