
Buchholz in der Nordheide/Dibbersen. Die Stadt hat den Weg für einen neuen Solarpark auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube in Dibbersen frei gemacht. Der Rat beschloss auf seiner letzten Sitzung den entsprechenden Bebauungsplan „Freiflächenphotovoltaik Kirchweg”. Die Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy realisiert das Projekt gemeinsam mit den Bürger-Solarkraftwerken Rosengarten.
Auf der rund sieben Hektar großen Fläche am Kirchweg soll eine Anlage mit einer Leistung von etwa 4,5 Megawatt entstehen. Sie wird künftig genug Strom erzeugen, um rechnerisch rund 2000 Haushalte zu versorgen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt rund drei Millionen Euro.
„Dass wir dieses Projekt in nur einem Jahr von den ersten Planungsschritten bis zum Satzungsbeschluss bringen konnten, zeigt: Wenn Kommunen, Bürgerenergie vor Ort und Projektierer an einem Strang ziehen, kann die Energiewende schnell umgesetzt werden”, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy. Sein besonderer Dank gelte den Bürger-Solarkraftwerken Rosengarten für die enge und konstruktive Zusammenarbeit.
Batteriespeicher geplant
Stadtbaurat Manuel Reichel betont: „Mit dem Satzungsbeschluss haben wir die Voraussetzungen geschaffen, eine ehemalige Konversionsfläche sinnvoll für die Erzeugung erneuerbarer Energien zu nutzen.” Dass das Projekt als Bürgersolarkraftwerk umgesetzt wird und Bürger sich unmittelbar an der Energiewende beteiligen können, sei ein besonderer Gewinn für die Region. Neben der Stromerzeugung ist bereits der nächste Ausbauschritt geplant: Ein Batteriespeicher soll den Solarpark ergänzen. Die Zusage des Netzbetreibers liegt bereits vor.

Die Stadt selbst auf der gleichen Stadtratssitzung Mitglied der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten geworden und hat Genossenschaftsanteile in Höhe von 1000 Euro gezeichnet. „Die Energiewende ist keine abstrakte Aufgabe für Berlin, sie findet hier statt”, sagt Pia Bänecke (Grüne) im Rat. Die Gewinne blieben in der Region und flössen nicht an große Konzerne.
Bürger können sich weiterhin an dem Projekt beteiligen, sowohl über eine Mitgliedschaft bei den Bürger-Solarkraftwerken Rosengarten als auch bei Green Planet Energy. Die Genossenschaft der Bürger-Solarkraftwerken will künftig auch kommunale Dachflächen von Schulen und Verwaltungsgebäuden für Photovoltaikprojekte nutzen. (JOTO)










