
Buchholz in der Nordheide. Bei bis zu 39 Grad Celsius erkundete die Französischklasse des neunten Jahrgangs des Albert-Einstein-Gymnasiums in diesem Jahr Straßburg und Kehl. Die Jugendlichen absolvierten bereits zum zweiten Mal eine Sprach- und Kulturreise, die neben sprachlichen Kompetenzen auch Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt. Dabei standen hochwertige Bildung, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen im Mittelpunkt.
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Die Gruppe reiste mit der Bahn nach Kehl und bezog dort die örtliche Jugendherberge. Von der deutschen Stadt aus ging es mit der Straßenbahn direkt über die Grenze nach Straßburg. Die Schülerinnen und Schüler tauchten unmittelbar in den französischen Alltag und die Geschichte der elsässischen Metropole ein.
Bei einer Stadtrallye durch die Altstadt probierten die Jugendlichen typische französische Backwaren wie Croissants und Pain au chocolat. Sie erklommen die 330 Stufen des Turms des Straßburger Münsters und genossen den weiten Blick über die Stadt. Außerdem besuchten sie das Tomi-Ungerer-Museum.
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Europäische Politik hautnah erleben
Besonders eindrucksvoll erwies sich die Führung im Europäischen Parlament. Die Jugendlichen erhielten Einblicke in die Arbeit der europäischen Institutionen und konnten politische Prozesse sowie demokratische Entscheidungsfindung unmittelbar erleben. An der Brücke zwischen Kehl und Straßburg setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der deutsch-französischen Freundschaft und der Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit auseinander.
Ein von Schülerinnen organisierter Karaokeabend stärkte das Gemeinschaftsgefühl. In verschiedenen Projektphasen entwickelten die Jugendlichen eigene Ideen zu den Themen Kultur, Nachhaltigkeit und Frieden. Beim gemeinsamen Schauen eines Deutschland-Fußballspiels kamen sie zudem mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen in Kontakt.
Extreme Hitze erfordert Flexibilität
Eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius begleitete die Reise und erforderte einige Anpassungen im Programm. Die geplante Bootsfahrt musste ausfallen. Doch die Schülerinnen und Schüler meisterten die besonderen Bedingungen mit großer Gelassenheit. Erfrischender Sprühnebel auf dem Place Kléber, zahlreiche Mini-Ventilatoren und Fächer sowie eine vom Herbergsvater ausgeliehene Klimaanlage sorgten für Abkühlung und machten die heißen Tage etwas erträglicher.
Die Reise nach Kehl und Straßburg erwies sich als bereichernde Erfahrung, die sprachliches Lernen, kulturelle Begegnungen und europäische Bildung auf besondere Weise miteinander verband. (dh)
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