Buchholz in der Nordheide. Was kam zuerst: der Mensch oder das Kochen? Mit dieser Frage eröffnet Tine Steen ihren ersten Sachcomic, aus dem sie am Sonntag, 14. Juni, um 17 Uhr in der Kulturkirche St. Johannis liest. Die Berliner Künstlerin verbindet Comic und Sachbuch zu einer unterhaltsamen Erzählung über die Kulturgeschichte des Kochens.
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In Buchholz ist Steen bereits durch ihr Comic-Projekt „Zuhören” aus dem Jahr 2022 bekannt. Mit feinem Humor gelingt es ihr, komplexe Themen zugänglich zu machen. Ihr neues Werk „die kochenden Affen” vereint Kochbuch und Kulturgeschichte zu einer nachdenklichen Betrachtung darüber, wie das Verarbeiten von Nahrung den Menschen formte.
Die zentrale These: Die tägliche Manipulation von Nahrung, die wir heute Kochen nennen, hat nicht nur unsere Körper verändert. Sie prägte auch unsere sozialen Beziehungen grundlegend. Steen untersucht, wie Kochen und Politik zusammenhängen und wie die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern entstand.
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Von Anthropologen und urzeitlichen Rezepten
Die Autorin stützt sich auf die Arbeit von Anthropologen und Naturforschern, die Expeditionen und Experimente durchführten. In 25 Rezepten schaut sie den urzeitlichen Vorfahren des Menschen genau auf die Finger. Dabei wird deutlich, mit welchen Tricks und technologischen Erneuerungen diese versuchten, ihre Nahrung leckerer und nahrhafter zu machen.
Der Blick geht viele Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit. Ewigkeiten, bevor Homo Sapiens überhaupt die erste Nahrung verspeisen konnte. Die Lesung verspricht Einblicke in diese faszinierende Verbindung von Esskultur und Evolution. Der Eintritt ist frei, die Autorin freut sich über eine Spende. (dh)
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