
Buchholz in der Nordheide. Der Neubau des Mühlentunnels lässt noch Jahre auf sich warten. Buchholz Bürgermeisterkandidat Michael Riedel (Volt/Grüne/Buchholzer Liste) fordert nun die Prüfung von Zwischenlösungen. Im Fokus stehen der Bau eines Kreisels an der Bremer Straße sowie eine neue Verbindungsstraße.
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Bei der Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in der Seniorenbegegnungsstätte war die Verkehrssituation eines der zentralen Themen. Knapp 100 Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit den Kandidaten über die Zukunft der Stadt – buchholz-aktuell.de berichtete am Dienstag: Das sagen die Buchholzer Bürgermeisterkandidaten über Ostring, Mieten und Klima. Die lange Wartezeit beim Mühlentunnel sorgte dabei für Gesprächsstoff.
„Wir können die Buchholzerinnen und Buchholzer nicht ein volles Jahrzehnt vertrösten, während der Verkehr an dem bekannten Nadelöhr täglich ins Stocken gerät”, sagt Riedel. Wenn der Mühlentunnel erst in vielen Jahren gebaut werde, müsse die Stadt jetzt prüfen, welche vorgezogenen Maßnahmen kurz- und mittelfristig Abhilfe schaffen könnten.
Kreisel und Verbindungsstraße im Blick
Konkret fordert der Bürgermeisterkandidat die Verwaltung auf, ein Bündel von Entlastungsmaßnahmen zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die zügige Umsetzung des geplanten Kreisverkehrs an der Kreuzung Bremer Straße und Steinbecker Mühlenweg. Diese zentrale Kreuzung gilt als einer der neuralgischen Punkte im Buchholzer Straßennetz. Pläne dafür liegen schon seit 10 Jahren im Schrank der Verwaltung. Falls der Mühlentunnel neu gebaut würde.
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Zusätzlich schlägt Riedel eine Anbindung des Kreisels an den Seppenser Mühlenweg vor. Die Verbindungsstraße soll parallel zum Bahndamm hinter der Bäckerei Weiß verlaufen und als Einbahnstraße fungieren.
Das sind die Vorschläge:
„Es geht darum, Handlungsfähigkeit zu beweisen und bereits vorhandene Pläne intelligent miteinander zu verknüpfen”, sagt Riedel. Ein gut abgestimmtes Paket aus Kreisel und neuer Verbindungsstraße könne schon deutlich früher für spürbare Entlastung sorgen.
Projekt liegt seit Jahren auf Eis
Der Rat der Stadt hatte den Bebauungsplan für den neuen Mühlentunnel bereits im Juni 2016 beschlossen. Die Umsetzung wurde jedoch ausgesetzt, nachdem eine Ausschreibung ein unerwartet hohe Kosten aufgzeigt hatte. Seit 2022 kann die Stadtverwaltung nicht einschätzen, wann das Projekt weiterverfolgt wird.
Die Verkehrsprobleme an der betroffenen Kreuzung sind seit Jahren bekannt. Die einspurige Verkehrsführung im bestehenden Tunnel am Seppenser Mühlenweg erfüllt die verkehrlichen Anforderungen nicht. Besonders die Verkehrskreuzung Seppenser Mühlenweg, Bremer Straße und Steinbecker Mühlenweg bereitet Schwierigkeiten.

Riedel fordert nun zügige Gespräche mit der Deutschen Bahn, um die Machbarkeit der Verbindungsstraße parallel zum Bahndamm zu klären. Das Ziel sei eine spürbare Entlastung des Verkehrsnetzes, lange bevor die Bagger für den neuen Mühlentunnel rollen. (JOTO)
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