Pädagogik-Influencer begeistert 400 Lehrkräfte am Gymnasium Kattenberge

Raphael Kirsch (Mitte) mit GAK-Schulleiterin Linda Steuber und ihrem Stellvertreter Fabian Hammerschmidt. Foto: ein
Raphael Kirsch (Mitte) mit GAK-Schulleiterin Linda Steuber und ihrem Stellvertreter Fabian Hammerschmidt. Foto: ein
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Buchholz in der Nordheide. So ein Fortbildungsformat gab es im Landkreis Harburg noch nicht: Knapp 400 Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen aus 45 Schulen und anderen Bildungseinrichtungen strömten am Dienstag, 5. Mai, ins Forum des Gymnasiums Am Kattenberge. Das voll besetzte Auditorium wartete gespannt auf einen Vortrag von Raphael Kirsch, einem der bekanntesten Pädagogik-Influencer Deutschlands.

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Kirsch ist nicht nur Erfolgs-Podcaster mit seinem Format „Ich eskalier gleich”, sondern auch Krisen- und Konfliktexperte unter dem Label „einfach krisenfest”. Als Speaker berichtete er aus seinem reichhaltigen pädagogischen Erfahrungsschatz. Mal witzig, mal nachdenklich, aber immer interessant präsentierte er seinen Ansatz für den Umgang mit schwierigen Situationen im Schulalltag. 

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Seine wichtigste Botschaft für Konfliktsituationen brachte Kirsch auf eine klare Formel: „Humor zeigen und dabei cool und klar bleiben, bis der präfrontale Kortex beim Gegenüber wieder einsetzt”, sagte er. Dieser Teil des Gehirns ist für vernünftiges Denken zuständig. Bei heftigen Auseinandersetzungen schaltet er jedoch vorübergehend ab.

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Genau deshalb hält Kirsch pädagogische Erklärungen, Fragen nach dem „Warum” oder gar Drohungen in solchen Momenten nicht für zielführend. Sein Ansatz setzt auf eine andere Strategie: Erst wenn das Denkvermögen beim Gegenüber wieder funktioniert, macht eine sachliche Auseinandersetzung Sinn.

Drei Schulleiterinnen mit gemeinsamer Vision

Organisiert hatten den besonderen Fortbildungsnachmittag drei Schulleiterinnen: Linda Steuber vom Gymnasium Am Kattenberge, Indra Meißner von der Oberschule Rosengarten und Sabine Voss von der Oberschule Salzhausen. Sie teilten ihre Begeisterung über das Format.

Schulübergreifenden Fortbildungen künftig häufiger

„So etwas muss Schule machen, weil es einfach toll ist, wenn Menschen aus so vielen verschiedenen Institutionen zusammenkommen, die alle in ihrem Berufsalltag mit den gleichen Themen zu tun haben”, sagten die drei Organisatorinnen. Die überaus positive Resonanz bestärkt sie darin, solche schulübergreifenden Fortbildungen künftig häufiger anzubieten. (tj)

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