
Buchholz in der Nordheide. Die SPD Buchholz präsentiert ihr Wahlprogramm. Ein zentraler Punkt: der Neubau eines Schwimmbades. Das bestehende Bad sei in die Jahre gekommen, eine Renovierung kaum noch wirtschaftlich sinnvoll. Die Kapazitäten reichten nicht mehr aus für die wachsende Stadt.
Die Probleme des alten Bades sind vielfältig. Es ist zu klein für den Bedarf, Wettkämpfe können dort nicht stattfinden. Vereine und Schulen bekämen zu wenig Zeiten, ein Gesamtkonzept fehle. Die SPD sieht deshalb keinen Sinn mehr in einer Sanierung des alten Gebäudes.
Stattdessen soll ein neues, modernes Schwimmbad entstehen. Es soll Familien, Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie den Vereins- und Schulsport ansprechen. Geplant ist unter anderem ein Familienbecken zum spielerischen Schwimmenlernen und eine 50 Meter lange Bahn für Training und Wettkämpfe. Natürlich sind auch ein Aussenbecken sowie Liegewiesen mit in der Planung inbegriffen. Der Zugang soll barrierefrei sein. Ein Wellnessbereich mit Sauna ist vorgesehen. Eine kleine Gastronomie soll das Schwimmbad zu einem Treffpunkt für die ganze Stadt machen.
Das Schwimmbad soll nachhaltig gebaut werden. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant, die Fassaden sollen begrünt werden. Moderne Heiztechnik und wassersparende Systeme sollen Klima und Geldbeutel schonen. Die SPD will so die Betriebskosten niedrig halten.
Finanzierung über mehrere Quellen
Die Finanzierung von geschätzten 15 bis 17 Millionen Euro für den Neubau soll über verschiedene Wege erfolgen. „Wir setzen auf ein Namenssponsoring des Schwimmbads und Förderungen der Europäischen Union für besonders wettkampf- und energieschonende Schwimmbäder”, sagt Mirco Horn, Stadtratsnominierter der SPD für den Buchholzer Stadtrat. Hinzu kämen Förderungen des Landes Niedersachsen für Lehrschwimmbecken. Auch der Landessportbund fördere Wettkampfbecken und Bahnen. „Und dann haben wir noch die Infrastruktur Förderung aus dem Sondervermögen des Bundes, die wir dafür nutzten wollen”, sagt Horn.
Anna Marie Ulrich, ebenfalls Stadtratsnominierte für den Buchholzer Stadtrat, ergänzt: „Die KfW und die NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen) bieten Zuschüsse und günstige Kredite für Schwimmbäder mit erneuerbaren Energien.” Die Betriebskosten könnten um bis zu 60 Prozent gesenkt werden durch die Nutzung von Abwärme eines Rechenzentrums und der Stromerzeugung auf dem Dach. Der Selbstbehalt der Stadt liege bei etwa zwei bis vier Millionen Euro. Bei niedrigeren Betriebskosten sei das Bad nach 15 Jahren amortisiert, bei steigenden Energiekosten für Gas sogar schneller. (tj)










