Neuer Abteilungsleiter für Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Daniel Rupp leitet seit dem 1. Juli die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Harburg. Foto: Landkreis Harburg
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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Seit dem 1. Juli leitet Daniel Rupp die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Harburg. Der 43-Jährige bringt eine besondere Kombination mit: langjährige Verwaltungserfahrung gepaart mit praktischer Kenntnis des Bevölkerungsschutzes. „Mit Daniel Rupp haben wir für diese verantwortungsvolle Aufgabe einen erfahrenen Verwaltungsfachmann und eine Führungskraft gewonnen, die zugleich die Strukturen des Bevölkerungsschutzes auch aus der Praxis kennt”, sagt Landrat Rainer Rempe.

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Die Aufgaben sind vielfältig und anspruchsvoll. Ob medizinischer Notfall, schweres Unwetter, Waldbrand, Hochwasser oder größere Krisen- und Katastrophenlagen: Wenn Menschen schnelle Hilfe benötigen oder die Bevölkerung vor Gefahren geschützt werden muss, kommt es auf gute Vorbereitung und verlässliche Strukturen an. Diese für die Zukunft weiterzuentwickeln, ist Rupps zentrale Aufgabe. 

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„Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass wir auch in schwierigen Situationen gut vorbereitet und handlungsfähig sind”, betont Rempe. Die Herausforderungen wachsen stetig. „Die Herausforderungen für den Zivil- und Katastrophenschutz wachsen – durch die Folgen des Klimawandels ebenso wie durch die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa”, sagt der Landrat. Deshalb sei der Landkreis gefordert, bewährte Strukturen zu stärken und in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren weiterzuentwickeln.

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Zusammenarbeit als Schlüssel

Seit seinem Amtsantritt arbeitet sich Rupp intensiv ein. Besonders reizt ihn das Zusammenspiel der vielen haupt- und ehrenamtlichen Akteure. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren, den Hilfsorganisationen DRK und Johannitern, den Kommunen und vielen weiteren Beteiligten möchte er die Rahmenbedingungen so gestalten, dass die Menschen im Landkreis Harburg auch angesichts zunehmender Herausforderungen sicher leben können. Dabei versteht sich Rupp ausdrücklich als Teamplayer.

„Entscheidend ist, die Menschen im Ehren- und Hauptamt, die im Zivil- und Katastrophenschutz, bei den Feuerwehren und im Rettungsdienst jeden Tag PS auf die Straße bringen, gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestmöglich zu unterstützen”, sagt der neue Abteilungsleiter. Die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beschäftigt 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das organisatorische Aufgabenspektrum reicht vom Rettungsdienst über den Brandschutz bis hin zum Zivil- und Katastrophenschutz. Dazu gehört auch die Rettungsleitstelle, die die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert.

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Große Projekte in Planung

Zu den zentralen Projekten, die der Landkreis Harburg derzeit vorantreibt, gehören die Zukunft der Feuerwehrtechnischen Zentrale, die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans sowie die Modernisierung beziehungsweise der Neubau der Rettungswachen im Landkreis Harburg. Ein weiteres großes Vorhaben ist der Aufbau der Anstalt öffentlichen Rechts „Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide” in Mulmshorn der Landkreise Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Harburg und Lüneburg.

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz grundlegend. Immer häufigere Extremwetterlagen als Folge des Klimawandels mit schweren Stürmen und Unwettern, Hochwasser und Dürren sowie einer erhöhten Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden stellen die Verantwortlichen vor neue Aufgaben. Hinzu kommt die veränderte sicherheitspolitische Bedrohungslage in Osteuropa und die damit verbundenen Anforderungen an den Zivil- und Katastrophenschutz.

Für seine neue Aufgabe bringt Rupp langjährige Führungs- und Verwaltungserfahrung mit. Zuletzt leitete er seit 2023 das Ordnungsamt der Stadt Radevormwald. Zuvor war er mehrere Jahre bei der Stadt Solingen tätig, unter anderem als Abteilungsleiter für Verwaltung und Finanzen in der Schulverwaltung. Der in Saarlouis geborene Rupp absolvierte ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen.

Feuerwehr im Blut

Auch im Ehrenamt ist Rupp engagiert. Die Feuerwehr begleitet ihn bereits ein Leben lang. „Ich bin schon als Knirps mit der Feuerwehr groß geworden”, erzählt er. Sein Vater war freiwilliger Feuerwehrmann, und für den Sohn war früh klar, wohin die Reise gehen würde. „Mit zehn Jahren wusste ich, dass ich in die Jugendfeuerwehr gehe – und ich bin dabeigeblieben”, sagt Rupp.

Seit 2000 ist Rupp aktives Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr, mittlerweile verfügt er über die Qualifikation als Verbandsführer. In Wuppertal engagierte er sich unter anderem als Stadtjugendfeuerwehrwart, Löschzugführer und zuletzt als Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr.

Für seine neue Aufgabe hat Rupp auch privat im Landkreis Harburg Wurzeln geschlagen. Er ist aus Wuppertal nach Hanstedt gezogen und dort bereits wieder in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Wenn neben Beruf und Feuerwehr noch Zeit bleibt, treibt er gerne Sport. Ruhe findet der 43-Jährige vor allem beim Tauchen. „Unter Wasser kann ich richtig vom Alltag abschalten”, sagt Rupp. (dh)

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