
Buchholz in der Nordheide. Die HSI Anlagen- und Kraftwerkservice GmbH investiert mehrere Millionen Euro in einen neuen Standort. Das Unternehmen verlegt seinen Sitz von Rosengarten-Sottorf in den TIP Innovationspark Nordheide. Auf einem rund 6.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein modernes Büro- und Betriebsgebäude.
HSI ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen in zweiter Generation mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im industriellen Service und Anlagenbau. Das Unternehmen baut, repariert und modernisiert verschiedenste Anlagen von Stahlbaukonstruktionen über Druckbehälter bis hin zu Sonderkonstruktionen. Zu den Kunden zählen Hamburg Wasser, die Hamburger Energiewerke, Vattenfall, Shell-Raffinerien, ADM Hamburg, Aurubis und die Stadtreinigung Hamburg.
Der Neubau wird die zentrale Schaltstelle für das operative Geschäft. Geplant sind rund 300 Quadratmeter Bürofläche sowie etwa 1.300 Quadratmeter Produktions- und Werkstattflächen. Mit dem neuen Standort entstehen rund zehn zusätzliche Arbeitsplätze in verschiedenen Unternehmensbereichen sowie kaufmännische und technische Ausbildungsplätze.
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Platzmangel in Rosengarten
„An unserem bisherigen Standort in Rosengarten stoßen wir räumlich an klare Grenzen”, sagt Geschäftsführer Semih İşlemecioğlu. Eine Erweiterung sei dort nicht möglich gewesen. Für die Anforderungen des Unternehmens seien in Hamburg keine geeigneten Flächen zu finden gewesen. „In Buchholz wurden wir vom ersten Gespräch an mit offenen Armen empfangen”, sagt İşlemecioğlu. Der TIP Innovationspark biete die Fläche und Infrastruktur für das weitere Wachstum. Den Einzug in den Neubau plant HSI für den Sommer 2026.
Das Unternehmen entwickelt Sonderkonstruktionen, die auf Prozessoptimierung, Energieeffizienzsteigerung und höhere Gesamtnachhaltigkeit abzielen. Viele der Anlagen arbeiten unter Extrembedingungen mit sehr hohen Temperaturen oder anspruchsvollen Druck- und Strömungsverhältnissen. In Zusammenarbeit mit Kunden untersucht HSI neue Einsatzmöglichkeiten spezieller Werkstoffe und hochlegierter Stähle für extreme Anlagenbedingungen.
„Mit HSI gewinnt der TIP ein mittelständisches Industrieunternehmen, das in doppelter Hinsicht hervorragend zu unserem Standortprofil passt”, sagt Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH. HSI stärke als spezialisierter Anlagenbauer die industrielle Wertschöpfung in der Metropolregion Hamburg. Das Unternehmen stehe mit seinem Fokus auf Sonderkonstruktionen für angewandte Innovation.
Die Wurzeln des Unternehmens liegen in einem Reparaturservice, den der Vater des heutigen Geschäftsführers 1997 für die Großindustrie aufbaute. Aus diesem 24-Stunden-Service entwickelte sich ein spezialisierter Anlagenbaubetrieb mit breitem Zertifizierungsportfolio im Anlagen‑, Stahl- und Rohrleitungsbau sowie im Bereich Druckbehälter und Arbeitsschutz.
„Es wird viel über Fachkräftemangel geklagt. Wir erleben das differenzierter”, sagt İşlemecioğlu. HSI sei ein junges, dynamisches Unternehmen mit klaren Perspektiven. Wichtig sei, Mitarbeiter gezielt zu fördern und so einzusetzen, dass sie ihre Stärken einbringen könnten. In Bewerbungsgesprächen spiele die Motivation eine große Rolle. (dh)











