Naturschützer lehnen Neubaugebiet an der Bremer Straße ab

Auf diesen Flächen könnte das Wohngebiet "Stadteingang West" entstehen. Noch ist nichts beschlossen. Grafik: JOTO
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Buchholz in der Nordheide. Der BUND Regionalverband Elbe-Heide lehnt die Planungen für ein Neubaugebiet am westlichen Stadtausgang ab. Die Stadt will beidseitig der Bremer Straße in der Nähe der Bundesstraße 75 auf überwiegend eigenem Grund ein Wohngebiet mit bis zu 580 Wohneinheiten für mehr als 1.000 Menschen errichten – buchholz-aktuell.de berichtete. Aus Sicht des Naturschutzverbandes wäre das Projekt an der falschen Stelle.

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Das Gebiet soll in mehreren Abschnitten mit Einzel‑, Reihen- und Mehrgeschosshäusern bebaut werden. Bei einer ersten Ortsbegehung kam es zu lebhaften Diskussionen zwischen Vertretern der Verwaltung, der Politik und zahlreichen Bewohnern aus dem näheren Umfeld. Der Zugewählte des BUND im Ausschuss für Stadtentwicklung war dabei. 

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Der BUND sieht die Notwendigkeit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und lehnt neue Bauprojekte nicht grundsätzlich ab. Allerdings kritisiert der Verband die Planungen an dieser Stelle. „Hier würde das wichtige Kriterium Innenverdichtung vor Inanspruchnahme unbebauter Flächen an der Peripherie völlig außer Acht gelassen”, sagt Elisabeth Bischoff, Vorsitzende des BUND Regionalverband Elbe-Heide. Die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen durch Bebauung drohe erneut in Buchholz, trotz aller vermeintlichen Ziele zum Flächensparen.

Verkehr und Infrastruktur als Problem

Mit der Zersiedelung am Stadtrand würden das Verkehrsaufkommen und die Infrastrukturkosten steigen. Unter dem Verlust von Naherholungsgebieten im Umkreis von Städten leide die Lebensqualität. Zudem verlören Tiere und Pflanzen dringend benötigten Lebensraum.

Besonders beachtlich sei, dass der Stadt mit der Rütgersfläche beim Bahnhof eine innerstädtische Alternative für den Wohnungsbau zur Verfügung stehe. Diese habe den Vorteil der fußläufigen Anbindung an Innenstadt und öffentlichen Nahverkehr. Bei der nun geplanten Fläche im Bereich der Bremer Straße seien schon heute sehr häufig lange Rückstaus auf die Bundesstraße 75 zu beobachten.

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Mit der Realisierung dieses Wohngebietes würde sich die Verkehrssituation weiter verschärfen. Angesichts der weiten Entfernung zur Innenstadt würden die neuen Bewohner eher mit dem Auto und weniger zu Fuß oder per Fahrrad das Zentrum erreichen. „Eine zukunftsfähige Stadtplanung sorgt dafür, dass die Menschen ohne unnötig lange Wege ins Zentrum gelangen können. Das wünschen wir uns auch für Buchholz”, sagt Bischoff.

Neubaugebiet an der falschen Stelle

Wenn die Planungen ausliegen, werde der BUND dazu eine ausführliche Stellungnahme erarbeiten. Doch schon jetzt sei klar: Aus umwelt- und klimapolitischer Sicht wäre dieses Neubaugebiet an der falschen Stelle. (tj)

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