
Buchholz in der Nordheide. Ein kleiner blauer Aufkleber macht den Unterschied: Wer auf dem Heidschnuckenweg oder anderen „Top Trails of Germany” wandert, findet zunehmend Refill-Stationen. Dort lässt sich die Trinkflasche kostenlos mit Leitungswasser auffüllen. Hinter der Initiative steckt mehr als praktischer Service. Die Stationen machen Nachhaltigkeit für Wandernde unmittelbar erlebbar.
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Der Heidschnuckenweg zählt zu den Vorreitern in Sachen Trinkwasserversorgung. Seit Längerem informiert der Weitwanderweg mit einer eigenen Übersicht über Refill-Stationen entlang der Strecke. Hotels und Pensionen beteiligen sich ebenso wie Bäckereien und Tourist-Informationen. Die Initiative wurde von zahlreichen Akteuren unterstützt und sehr positiv aufgenommen. Eine Übersicht über die Trinkwasserstationen finden Interessierte unter www.heidschnuckenweg.de/touristinformationen.
„Eine verlässliche und unkomplizierte Trinkwasserversorgung wird angesichts zunehmender Hitzeperioden, längerer Trockenphasen und eines wachsenden Umweltbewusstseins zu einem immer wichtigeren Bestandteil moderner Wanderinfrastruktur”, sagt Christiane Vogt, Koordinatorin des Heidschnuckenwegs und Vorsitzende des Zusammenschlusses der führenden deutschen Weitwanderwege.
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Bundesweites Netzwerk wächst
Alle Partnerwege der „Top Trails of Germany” wollen das bundesweite Netzwerk kontinuierlich ausbauen. Derzeit gibt es rund 8.500 Refill-Stationen in Deutschland. Offizieller Träger und koordinierende Organisation ist der Verein „a tip: tap”. Dieser verfolgt das Ziel, bis Ende des Jahres 10.000 Stationen zu erreichen. Betriebe, die kostenlos Leitungswasser zum Auffüllen anbieten, können dies mit dem offiziellen Refill-Logo sichtbar machen.
Für die „Top Trails of Germany” ist das Trinkwasserprojekt weit mehr als eine einzelne Nachhaltigkeitsmaßnahme. Es zeigt beispielhaft, wie die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks funktioniert. Die Qualitätsgemeinschaft versteht sich nicht nur als Zusammenschluss der schönsten Fernwanderwege Deutschlands, sondern zunehmend als Innovationsnetzwerk. Gemeinsam entwickeln die Partner Antworten auf die Herausforderungen des Wandertourismus.
Weitere Projekte geplant
Die Umsetzung der Refill-Stationen markiert erst den Anfang. Die Partner beschäftigen sich bereits mit weiteren Zukunftsthemen. Dazu gehören klimaangepasste Wanderinfrastruktur, nachhaltige Mobilitätsangebote und die Kommunikation nachhaltigen Verhaltens. (dh)
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