NABU ruft zur Abstimmung auf: Wahl zum Vogel des Jahres gestartet

Mehlschwalbe Foto: Reinhard Paulin/NABU
Mehlschwalbe Foto: Reinhard Paulin/NABU

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Ab heute können Menschen in ganz Deutschland ihre Stimme für den Vogel des Jahres 2027 abgeben. Zur Wahl stehen Kranich, Kolkrabe, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Wasseramsel. Jede dieser Vogelarten steht für ein eigenes Naturschutzthema. Die Abstimmung läuft bis zum Donnerstag, 15. Oktober, 11 Uhr.

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Die Wahl zum Vogel des Jahres macht jedes Jahr auf die heimische Vogelwelt und wichtige Naturschutzthemen aufmerksam. Dabei geht es nicht nur darum, welcher Vogel am Ende die meisten Stimmen erhält. Jeder der fünf Kandidaten hat seine ganz eigenen Besonderheiten und steht zugleich für ein Thema, das für den Schutz der heimischen Vogelwelt von Bedeutung ist. 

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Der Kranich ist vielen Menschen vor allem als eindrucksvoller Zugvogel bekannt. Im Frühjahr und Herbst lassen sich seine Rufe und die großen Formationen am Himmel beobachten. Gleichzeitig steht er für den Schutz und Erhalt von Feuchtgebieten, die für viele Tier- und Pflanzenarten von großer Bedeutung sind. Der Kolkrabe beeindruckt durch seine Größe, sein dunkles Gefieder und seine hohe Anpassungsfähigkeit. Nachdem die Art in Deutschland lange verfolgt wurde, konnte sie sich vielerorts wieder ausbreiten und ist heute in zahlreichen Regionen anzutreffen. Als Kandidat steht er für den Schutz vor Verfolgung und für die Akzeptanz großer, wild lebender Vogelarten.

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Vom Zugvogel bis zum Taucher

Mit der Mehlschwalbe steht eine geschickte Flugkünstlerin zur Wahl, die vielen Menschen aus ihrem direkten Umfeld bekannt ist. Sie baut ihre charakteristischen Lehmnester an Gebäuden und macht damit deutlich, wie wichtig geeignete Brutplätze auch im menschlichen Umfeld sind. Ihr Schutz beginnt ganz konkret mit dem Erhalt bestehender Nester und der Schaffung neuer Brutmöglichkeiten an Gebäuden. Der Trauerschnäpper ist ein kleiner Zugvogel und Höhlenbrüter. Für ihn sind alte Bäume mit natürlichen Höhlen ebenso wertvoll wie geeignete künstliche Nisthilfen. Sein Rückgang macht deutlich, wie wichtig der Erhalt alter Bäume, Höhlen und weiterer geeigneter Brutplätze ist. Die Wasseramsel ist eine besondere Erscheinung unter den heimischen Singvögeln: Sie kann schwimmen und tauchen und sucht ihre Nahrung direkt im Wasser. Damit steht sie wie kaum eine andere Vogelart für den Schutz naturnaher Bäche und sauberer Fließgewässer.

„Die fünf Kandidaten könnten kaum unterschiedlicher sein. Genau das macht die Wahl so spannend”, sagt Jana Jensen von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser in Buxtehude. Jede dieser Vogelarten habe ihre ganz eigenen Besonderheiten und erzähle auf ihre Weise etwas über die heimische Natur. „Die Wahl bietet eine schöne Gelegenheit, sich näher mit den verschiedenen Arten zu beschäftigen und vielleicht auch den einen oder anderen Vogel vor der eigenen Haustür neu zu entdecken”, sagt Jensen.

Die Abstimmung findet online statt. Anschließend steht fest, welcher Vogel Deutschland im Jahr 2027 als Vogel des Jahres begleiten wird und somit auch, auf welchen Lebensraum ein besonderer Fokus gelegt wird. Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser lädt dazu ein, sich näher mit den fünf Kandidaten zu beschäftigen und selbst eine Stimme abzugeben.

Rebhuhn ist amtierender Vogel des Jahres

Mit dem amtierenden Vogel des Jahres, dem Rebhuhn, steht 2026 ein stark gefährdeter Agrarvogel im Mittelpunkt. Es lebt bevorzugt in abwechslungsreichen, offenen Landschaften mit Äckern, Brachen, Feldrändern und Hecken. Doch geeignete Lebensräume werden zunehmend seltener und damit auch die Rebhühner selbst. Wer mehr über das Rebhuhn und seinen Schutz erfahren möchte, kann kostenfreies Informationsmaterial bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser anfordern. Das geht per Post an Bertha-von-Suttner-Allee 1, 21614 Buxtehude, oder per E‑Mail an info@NABU-Elbe-Weser.de (Stichwort Rebhuhn).

In der Regionalgeschäftsstelle finden Interessierte viele Informationsmaterialien rund um Vögel sowie zu weiteren Natur- und Umweltthemen. Die Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser ist immer dienstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr und nach vorheriger Absprache geöffnet. Sie befindet sich im ersten Obergeschoss der Bertha-von-Suttner-Allee 1 in Buxtehude.

Weitere Informationen zu den fünf Kandidaten und zur Wahl des Vogels des Jahres 2027 gibt es im Internet unter www.vogeldesjahres.nabu.de. (dh)

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