
Buchholz in der Nordheide. Das Krankenhaus Buchholz hat einen wichtigen Schritt in der regionalen Krebsversorgung vollendet. Der zweite Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie ist unter der Leitung von Chefarzt Dr. Günther Bohlen in Betrieb genommen worden. Bereits im November 2025 hatte das Krankenhaus den ersten baugleichen Linearbeschleuniger in Betrieb genommen und damit den Grundstein für die Modernisierung der Strahlentherapie im Landkreis Harburg gesetzt.
Der zweite hochmoderne Beschleuniger komplettiert das erweiterte Krebstherapieangebot in der Region. Er gewährleistet die volle Betriebssicherheit und ermöglicht es, Behandlungspläne für Patienten flexibel an beiden Geräten umzusetzen. Mithilfe hochenergetischer, stereotaktischer Photonenbestrahlung werden bösartige Tumore millimetergenau und hochpräzise bekämpft. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei maximal geschützt.
„Wir bleiben mit dieser Investition in die Zukunft vollumfänglicher Leistungsanbieter vor Ort”, sagt Bohlen. Für die Bürger des Landkreises Harburg sei dies ein erheblicher Gewinn. Mit der nun in Buchholz vorhandenen Spitzentechnologie müssten Patienten künftig für Spezialbehandlungen und Präzisionsbestrahlung nicht mehr nach Hamburg fahren, sondern profitierten von einer wohnortnahen Versorgung auf höchstem Niveau.
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Behandlung dauert nur wenige Minuten
Die neuen Geräte bieten deutliche Vorteile durch kürzere Behandlungszeiten und bessere Schonung von gesundem Gewebe. Je nach Schwere der Erkrankung werden die Patienten im Durchschnitt rund fünf bis zehn Minuten bestrahlt. Dank modernster Technik können die neuen Beschleuniger anhand eines Körperoberflächenscanners die Bestrahlung effizient, hochpräzise und unmerklich für den Patienten überwachen.
„Selbst kleinste Tumorzellen, wie zum Beispiel in der Lunge, können bestrahlt werden, ohne dass das umliegende Gewebe Schaden nimmt”, sagen Claudia Tietz, stellvertretende leitende Medizinisch-technische Radiologieassistentin der Strahlentherapie, und Jill Sehnwitz, Medizinisch-technische Radiologieassistentin. Der erste der beiden Linearbeschleuniger verfügt darüber hinaus über einen 6D-Tisch, der aufgrund seiner speziellen Rotationsmöglichkeit insbesondere bei Krebszellen im Kopfbereich genutzt wird.
Hoher Einsatz während der Umbauphase
Während der Installierung der Hochleistungs-Linearbeschleuniger in der Hauptumbauphase von rund eineinhalb Jahren wurde in einem Zwei-Schicht-Modell gearbeitet, um den Versorgungsplan für Patienten weiterhin aufrechtzuerhalten. „Das erforderte ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement der Belegschaft”, sagt Dr. Franziska von Breunig, medizinische Geschäftsführerin der Krankenhäuser Buchholz und Winsen.
Die Inbetriebnahme der beiden hochmodernen Linearbeschleuniger sei eine bedeutende Investition in die gesamte onkologische Versorgung im Landkreis Harburg und in die Sicherung des Standortes Buchholz, betont von Breunig. Mit der vollständigen Ausstattung können Krebspatienten aus der Region nun auf Spitzentechnologie vor Ort zugreifen. (dh)
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