Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Sie huschen nachts durch Gärten, graben unterirdische Gänge und bekommen trotzdem nur selten Besuch von menschlichen Augen: Igel und Maulwürfe gehören zu den heimlichsten Bewohnern der Region. Noch bis Montag, 25. Mai, können Naturfreunde dabei helfen, mehr über die Verbreitung dieser Tiere herauszufinden.
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Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser ruft im Rahmen der bundesweiten Mitmachaktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf” alle Naturinteressierten dazu auf, Sichtungen zu melden. Die Aktion läuft vom Freitag, 15. Mai, bis Montag, 25. Mai.” Je mehr Menschen mitmachen, desto besser können wir nachvollziehen, wie es Igeln und Maulwürfen in unserer Region geht”, sagt Jana Jensen von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser. Gerade jetzt im Frühjahr seien beide Arten besonders aktiv, weil sie auf Partnersuche sind.
Gesucht werden Beobachtungen nicht nur aus dem eigenen Garten, sondern auch aus Parks, Grünanlagen oder von Wiesen. Während Igel vor allem in der Dämmerung unterwegs sind, verraten bei Maulwürfen oft nur die typischen Erdhaufen ihre Anwesenheit. Deshalb können auch Maulwurfshügel gemeldet werden. Selbst Totfunde etwa an Straßen liefern wichtige Hinweise für die Forschung.
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Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ein. Ziel ist es, langfristig verlässliche Aussagen über die Bestände der beiden Arten in Deutschland treffen zu können.
Besonders Igel haben zunehmend mit Lebensraumverlust zu kämpfen. Intensive Landwirtschaft, Stein- und Schottergärten sowie Mähroboter erschweren beiden Arten das Überleben. Der Igel steht deshalb bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands. „Viele Menschen ärgern sich über Maulwurfshügel, dabei sind Maulwürfe äußerst nützliche Tiere”, betont Jensen. Sie lockern den Boden auf und fressen zahlreiche Schädlinge. Naturnahe Gärten helfen deshalb nicht nur Igeln, sondern auch vielen anderen Arten.
Beobachtungen können unkompliziert online eingetragen werden. Neben Datum und Fundort können auch Fotos hochgeladen und Hinweise ergänzt werden. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Meldung gibt es unter Igelsuche.de. Wer darüber hinaus aktiv werden möchte, kann sich an seine lokale NABU-Gruppe wenden und selbst vor Ort im Natur- und Artenschutz mithelfen.
Auch Informationen rund um naturnahe Gärten und igelfreundliche Gestaltungsmöglichkeiten sind jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr und nach Absprache in der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser erhältlich. Die Adresse lautet: Bertha-von-Suttner-Allee 1 in 21614 Buxtehude.
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(dh)











