
Buchholz in der Nordheide. Die Servicegesellschaft Landkreis Harburg und die Zukunftsregion Süderelbe haben am Montag, 15. Dezember, den Förderbescheid für den Aufbau des neuen 5G Hub Campus Nordheide erhalten. Damit kann das bestehende 5G Reallabor im TIP Innovationspark Nordheide den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Erstmals entsteht ein Ort, an dem Unternehmen und Hochschulen eigene Anwendungen, Prototypen und Entwicklungen direkt vor Ort umsetzen können.
Jens Wrede, Geschäftsführer der Servicegesellschaft Landkreis Harburg, betont die Bedeutung des Bescheids. Der Förderbescheid ermögliche es, mit dem 5G Hub Campus einen Ort zu schaffen, an dem Unternehmen modernste digitale Infrastruktur nutzen können, um eigene Entwicklungen unter optimalen Bedingungen voranzutreiben, sagt Wrede. Damit schließe man die Lücke zwischen Technologie und praktischer Anwendung.
Das 5G Reallabor zählt mit zehn Funkzellen, 40 Kilometern Glasfaser und bis zu 129 möglichen Outdoor Units zu den leistungsfähigsten digitalen Testumgebungen Deutschlands. Thematische Schwerpunkte sind Smarte Produktion und Gebäude, Intralogistik und Mobilität, der Intelligente Katastrophenschutz sowie spezifische XR Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen. Bislang fehlten jedoch passende Räumlichkeiten für gemeinsames Arbeiten. Der Hub Campus schließt diese Lücke.
Bereits heute zeigt sich das Potenzial der Infrastruktur. Bisher wurden Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Millionen Euro initiiert und umgesetzt. Der neue 5G Hub Campus soll diese Entwicklung weiter stärken und dient als Grundstein für die Weiterentwicklung des TIP Nordheide zu einem Kompetenzzentrum für Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen und Behörden.
Sieben Themen Hubs geplant
Karin Beckmann, Leiterin des Amts für regionale Landesentwicklung Lüneburg, unterstreicht die Bedeutung für die Region. Mit der Förderung stärke man gezielt eine digitale Infrastruktur, die für die regionale Entwicklung immer wichtiger werde, sagt Beckmann. Der 5G Hub Campus schaffe Voraussetzungen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu beschleunigen.
Geplant ist ein Gebäudekomplex mit sieben Themen Hubs, die als technisch ausgestattete Entwicklungsräume dienen. Unternehmen und Hochschulen sollen dort Prototypen aufbauen, Testreihen durchführen und gemeinsam an neuen Anwendungen und Geschäftsmodellen arbeiten.
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Für die Zukunftsregion Süderelbe ist das Vorhaben ein zentrales Element ihrer Innovationsstrategie. Landrat Rainer Rempe, Vorsitzender der Steuerungsgruppe, sieht darin einen Gewinn für die gesamte Region. Der 5G Hub Campus ermögliche Unternehmen den direkten Zugang zu einer einzigartigen Digitalstruktur, die ihre Innovationskraft stärke und Arbeitsplätze der Zukunft schaffe, sagt Rempe.
Das Regionalmanagement der Zukunftsregion Süderelbe übernimmt eine zentrale Rolle in der Projektrealisierung. Dr. Olaf Krüger, Leitung der Zukunftsregion Süderelbe und Vorstand der Süderelbe AG, ergänzt die Einordnung. Das Reallabor unterstütze das Ziel, die Innovationskraft der Süderelbe Region zu erhöhen, sagt Krüger. Als eines der Leitprojekte setze es genau dort an. Das Regionalmanagement übernehme die zentrale Schnittstellenfunktion, bringe Entscheidungsträger zusammen und begleite die Projektträger bei der Umsetzung. (tj)










