Buchholz in der Nordheide. Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung ab? Warum bekommt man eine Erektionsstörung? Wofür steht eigentlich HPV? Fragen, die viele Männer haben, aber selten stellen. Beim GesundheitsGespräch am Donnerstag, 7. Mai, im Krankenhaus Buchholz können sie genau das tun.
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Der Urologe Philipp Latz verspricht Erste Hilfe bei allen urologischen Themen. Für viele Männer ist der Termin beim Urologen mit Scham verbunden. Latz weiß warum. „Das hat einerseits häufig mit Unsicherheit und Verwundbarkeit zu tun, weil intime Körperbereiche untersucht werden, anderseits mit der Unwissenheit über den Ablauf der Untersuchung sowie der Angst vor schlechten Diagnosen oder der Bewertung durch den Arzt”, sagt der Mediziner. Dabei sei die urologische Untersuchung und Vorsorge ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsfürsorge.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Das Thema lautet: „Männergesundheit: Was Sie schon immer von einem Urologen wissen wollten, aber sich noch nie getraut haben zu fragen”. Latz informiert nicht nur über die urologische Vorsorge, sondern beantwortet auch Fragen zur Vasektomie und zu Erektionsstörungen. Im Anschluss an den Fachvortrag steht der Referent für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Latz ist Facharzt der großen urologischen Gemeinschaftspraxis Winsen/Buchholz. Die Praxis verfügt über angeschlossene Belegbetten im Krankenhaus Buchholz. Das Belegarztsystem stellt sicher, dass die Patienten sowohl ambulant in der Praxis als auch bei Bedarf stationär im Krankenhaus von ein und demselben Arzt betreut werden.
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Wann Männer zum Urologen sollten
Urologische Vorsorge ist kein Thema des höheren Alters, sondern auch in jüngeren Jahren wichtig. Je nach Alter, Risikofaktoren oder individueller Patientengeschichte können verschiedene Untersuchungen erforderlich werden. Beschwerden, die man ärztlich abklären lassen sollte, sind laut Latz zum Beispiel Entzündungsanzeichen im Genitalbereich, Verhärtungen oder Schmerzen im Bereich der Hoden sowie unklare Unterbauchschmerzen. Auch Erektionsstörungen, Schmerzen beim Wasserlassen, häufige Harnwegsinfekte oder Blut im Urin gehören dazu.
Selbst Wechseljahresbeschwerden beim Mann sollten untersucht werden. Eine Beratung zu Lebensstil oder Eingriffe wie eine Vasektomie können ebenso Teil der urologischen Untersuchung sein. Ab dem 45. Lebensjahr wird Männern eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung empfohlen. Im Fokus steht die Untersuchung auf Prostatakrebs, die häufigste Krebserkrankung bei Männern. In einem Vorabgespräch werden Beschwerden, Vorerkrankungen und familiäre Risiken geklärt. Im zweiten Schritt folgt häufig die sogenannte Abtastuntersuchung, das Abtasten der Prostata.
Ergänzend kann ein PSA-Test durchgeführt werden. Bei PSA handelt es sich um ein Eiweiß, das in der Prostata produziert wird. Je höher der PSA-Wert, umso wahrscheinlicher liegt ein Prostatakarzinom vor. Bei Bedarf erfolgt eine Urinuntersuchung, wenn Probleme mit der Blase oder den Nieren vorliegen oder um Veränderungen im Hormonhaushalt feststellen zu können.„Es ist wichtig, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, auch wenn keine Beschwerden vorliegen”, sagt Latz.
Faktoren wie Alter, erbliche Vorbelastung oder bestimmte Vorerkrankungen können das Risiko für urologische Erkrankungen erhöhen. „Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich individuelle Risiken besser einschätzen und geeignet therapieren”, erklärt der Urologe. (dh)











