
Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Das Kriseninterventionsteam der Johanniter aus dem Regionalverband Harburg war im Jahr 2025 insgesamt 124 Mal im Einsatz. Die ehrenamtlichen Helfer betreuen Menschen, die völlig unerwartet einen Angehörigen verloren haben oder Augenzeugen schwerer Unfälle waren.
An acht Tagen waren sogar zwei Teams gleichzeitig gefordert. Am häufigsten rückten die Krisenhelfer bei plötzlichem Tod oder nach Reanimationen aus. In 57 Fällen betreuten sie Angehörige in solchen Situationen. 23 Mal waren die Johanniter nach Unfällen im Einsatz, 13 Mal nach einem Suizid.
Das Team wurde auch bundesweit angefragt. Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg unterstützten die Helfer aus dem Regionalverband Harburg bei der Einsatznachsorge. „Auch noch Wochen später war dort die Betreuung und Begleitung von Einsatzkräften notwendig”, sagt Ingo zum Felde, Leiter des Kriseninterventionsteams.
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Neue Helfer gesucht
Derzeit umfasst das Team 23 Helfer aus unterschiedlichen Berufen und Ruheständler. Alle arbeiten ehrenamtlich und stellen eine 24-Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr sicher. Durchschnittlich absolvieren die Helfer zehn Einsätze pro Monat.Am Sonntag, 18. Januar, beginnt ein neuer Ausbildungskurs für Interessierte.
„Unser Team startete 2011 als kleine Gruppe und wuchs mit den steigenden Einsatzzahlen”, berichtet zum Felde. Die Nachfrage zeige, wie wichtig die Arbeit sei. Deshalb wolle man das Team weiter verstärken. Interessierte sollten mindestens 25 Jahre alt, teamfähig und psychisch wie physisch belastbar sein. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die kostenfreie Ausbildung umfasst etwa 150 Stunden, findet überwiegend an Wochenenden in Salzhausen statt und dauert ein Jahr. Weitere Informationen gibt es per E‑Mail an harburg@johanniter.de. (dh)










