
Buchholz in der Nordheide. Etwa drei Stunden lang durften Züge zwischen Buchholz und Tostedt am Freitagnachmittag nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Der Grund: Kinder hielten sich mehrfach in den Gleisen auf. Ein Lokführer meldete die Kinder gegen 14.45 Uhr erstmals bei der Bundespolizei.
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Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, waren die Kinder bereits verschwunden. Die Polizisten rückten daraufhin wieder ab. Doch kaum hatten die Einsatzkräfte die Strecke verlassen, kehrten die Kinder zurück.
Dieses Mal hinterließen sie Steine auf den Gleisen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Polizei warnt vor unterschätzter Gefahr
Das Problem ist der Bundespolizei bekannt. Simon Gruhl, Pressesprecher der Bundespolizei Bremen, hatte bereits in der Vergangenheit vor den Konsequenzen solcher Taten gewarnt. Es handele sich um ein „immer wiederkehrendes Phänomen”, sagt Gruhl. Die Gefahr werde häufig unterschätzt.
Beim Überfahren würden die Steine wie Geschosse weggesprengt, erklärt der Sprecher. Sie könnten mehrere hundert Meter weit fliegen. Das stelle eine erhebliche Gefahr für Menschen dar.
Metronom mit Verspätungen unterwegs
Dieses Mal wurde die Strecke nicht komplett gesperrt. Beim Metronom kam es zu Verspätungen von zehn bis 80 Minuten. Seit kurz vor 18 Uhr können die Züge wieder mit normaler Geschwindigkeit fahren. (JOTO)
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