Johanniter-Rettungshunde: Geschwister auf vier Pfoten meistern anspruchsvolle Prüfungen

Die beiden erfolgreichen Rettungshundeteams der Johanniter: Ann-Kathrin Diercks (von links) und Stefanie Borchardt mit Angus sowie Anja Lütchens mit Mathilda und Anke Lange. Foto: Johanniter
Die beiden erfolgreichen Rettungshundeteams der Johanniter: Ann-Kathrin Diercks (von links) und Stefanie Borchardt mit Angus sowie Anja Lütchens mit Mathilda und Anke Lange. Foto: Johanniter

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Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg. Die Rettungshundestaffel der Johanniter im Landkreis Harburg kann sich über einen besonderen Erfolg freuen. Die Border-Collie-Geschwister Mathilda und Angus haben beide ihre Prüfungen als Rettungshunde bestanden.

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Mathilda meisterte zusammen mit Anja Lütchens die Mantrailer-Prüfung, während Angus mit Stefanie Borchardt die Prüfung für Flächensuchhunde bestand. Die beiden Hunde stammen aus einem Wurf und haben sich nach den bestandenen Prüfungen eine besondere Belohnung verdient. 

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Border Collie Mathilda ist ein Mantrailer, ein sogenannter Personensuchhund. Sie sucht nicht allgemein nach menschlicher Witterung in einem bestimmten Gebiet, sondern folgt dem Individualgeruch einer einzelnen Person. Dafür benötigt sie einen Geruchsträger der gesuchten Person, etwa ein Kleidungsstück. Ab dem letzten bekannten Aufenthaltsort der vermissten Person folgt sie dann selbst winzigsten Geruchsspuren. 

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Dabei lässt sie sich auch nicht von Straßenverkehr, Gerüchen anderer Menschen oder Tieren ablenken. Bei der Prüfung in Eberswalde in Brandenburg hatte Mathilda anspruchsvolle Bedingungen zu meistern. Windböen von 50 Kilometern pro Stunde sorgten für Verwirbelungen des Geruchs. „Aber Mathilda hat das großartig gemeistert und mich zur vermissten Person geführt”, sagt Anja Lütchens, Leitung der Rettungshundestaffel der Harburger Johanniter. Nun fehlt noch die polizeiliche Überprüfung, die in Niedersachsen vorgeschrieben ist, damit Mathilda in den Einsatz gehen kann.

Bruder Angus meistert Rezertifizierung

Mathildas Bruder Angus war in Wendisch-Evern in der Samtgemeinde Ostheide bei der Prüfung für Flächensuchhunde erfolgreich. Dabei muss das Hund-Mensch-Team vermisste Personen in unübersichtlichem Gelände oder in dicht bewachsenen Wäldern aufspüren. Die feine Hundenase nimmt dabei menschliche Witterung auf.

Ein Rettungshund-Team ersetzt bei der Suche etwa 40 bis 50 Helfer und kann in 15 Minuten bis zu 30.000 Quadratmeter absuchen. Angus und Halterin Stefanie Borchardt sind bereits ein geprüftes Hund-Mensch-Team, allerdings muss die Prüfung alle zwei Jahre wiederholt werden, um die Einsatzfähigkeit erneut unter Beweis zu stellen. 

„Wir freuen uns, dass wir die Rezertifizierungsprüfung in Wendisch-Evern bestanden haben, Angus hat sehr gut gearbeitet”, sagt Stefanie Borchardt über ihren treuen Begleiter. Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung auf Basis der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams abgeschlossen. Nur zertifizierte Rettungshundeteams dürfen in den Einsatz gehen. (dh)

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