
Buchholz in der Nordheide. Achim Bartels ist als Vorsitzender des Bezirksverbands Hamburg der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Damit bleibt der 62-Jährige oberster Interessenvertreter im Kreis Harburg für Bauarbeiter, Reinigungskräfte und Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft.
Bartels ist vom Fach: Der gelernte Stahl- und Betonbaumeister ist als Polier im Hochbau tätig. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Landkreis Harburg rund 4.150 Menschen im Bauhauptgewerbe und 1.710 in der Gebäudereinigung. „Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel”, sagt Bartels.
Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Die IG BAU Hamburg stehe auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt”, sagt Bartels.
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Forderungen an die Politik
Der wiedergewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde. „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig”, sagt Bartels.
Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert er ein klares Signal von der Bundesregierung. „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren”, sagt Bartels. Ein klares Stoppschild fordert Bartels für Versuche, den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8‑Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar”, sagt Bartels.
Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine ordentliche, sichere und gerechte Rente müsse her. (dh)










