Holocaust-Gedenktag: GAK erinnert an dunkle Geschichte des Buchholzer Bahnhofs

Die Lehrkräfte Maren Kunze und Oliver Lilienthal von der Arbeitsgruppe „Demokratie-Bildung am GAK“. Foto: ein
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Buchholz in der Nordheide. Am Montag, 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal. Die Stadt Buchholz nimmt den Holocaust-Gedenktag zum Anlass für eine besondere Veranstaltung: Im Mittelpunkt steht die bisher wenig beleuchtete Rolle des Buchholzer Bahnhofs im System der nationalsozialistischen Deportationen. Der bedeutende Eisenbahnknotenpunkt war direkt in die Verfolgungsmaschinerie eingebunden.

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Die offizielle Gedenkveranstaltung organisiert das Bündnis für Demokratie am Dienstag, 27. Januar um 19 Uhr im Forum des Gymnasiums Am Kattenberge. Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs Darstellendes Spiel zeigen eine szenische Darstellung, die ein besonders verstörendes Kapitel der Nachkriegsgeschichte aufgreift: die Ehrung des ehemaligen Reichsbahn-Chefs und nationalsozialistischen Verkehrsministers Julius Dorpmüller im Jahr 1962. 

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Die Aufführung thematisiert, wie die Gesellschaft nach 1945 mit der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung umging. Dabei stellen die Jugendlichen Fragen nach Erinnern, Verdrängen und Verantwortung. Musikalische Begleitung und kurze Ansprachen aus der Buchholzer Öffentlichkeit runden den Abend ab.

Die Gedenkveranstaltung ist Teil einer umfassenden Aktionswoche unter dem Titel „Demokratie erleben – erinnern, verstehen, handeln”. Das Gymnasium Am Kattenberge will damit Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart schlagen.

Experte warnt vor völkischen Siedlern

Am Donnerstag, 29. Januar um 19 Uhr folgt im GAK-Forum eine weitere Veranstaltung mit hochaktuellem Bezug. Andreas Speit, Journalist, Buchautor und Experte für Rechtsextremismus, die Reichsbürger- und Querdenkerszene, hält einen Vortrag über demokratiegefährdende Entwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf völkischen Siedlungsbewegungen im Norden. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Bereits seit Montag, 20. Januar stehen vor dem GAK-Schulgebäude zwei Open-Air-Ausstellungen. Sie beschäftigen sich mit den Themen „Europa – Was bedeutet europäische Verantwortung für uns?” und „Zivilgesellschaft – Wie engagieren sich Menschen für Demokratie und Zusammenhalt?”. Die Ausstellungen laufen bis Freitag, 30. Januar und sind in den Unterricht eingebunden.

„Alle Veranstaltungen laden dazu ein, sich mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Demokratie auseinanderzusetzen. Wir freuen uns über viele interessierte Gäste”, sagen Maren Kunze und Oliver Lilienthal von der Arbeitsgruppe Demokratie-Bildung am GAK. (tj)

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