Buchholz in der Nordheide/Nenndorf. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg untersucht vom Montag, 21. September, bis Freitag, 25. September, stichprobenartig den Hausmüll in sechs Gemeinden. Neben Buchholz sind auch Appel, Asendorf, Nenndorf, Salzhausen und Winsen Teil der Analyse. Die Untersuchung soll zeigen, ob Biomüll, Papier oder Glas fälschlicherweise im Restmüll landen und wo die Mülltrennung noch verbessert werden kann.
Die Analyse soll grundlegende Fragen zur Abfalltrennung beantworten. Was landet tatsächlich im Restmüll? Wie häufig finden sich Fehlwürfe? An welchen Stellen können die Bürger ihre Mülltrennung optimieren? Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, hat die Abfallwirtschaft die Standorte gezielt ausgewählt.
„Wir haben bewusst verschieden strukturierte Gebiete ausgesucht und darauf geachtet, dass sowohl eher städtisch geprägte als auch ländliche Bereiche berücksichtigt werden”, sagt Jörg Klenner von der Abfallwirtschaft. Ein beauftragter Dienstleister wird bei der planmäßigen Müllabfuhr ausgewählte Behälter in einen Sammelbehälter umleeren. Das Gesamtgemisch mehrerer Abfallbehälter landet anschließend zur Untersuchung in einem Labor.
Keine Rückschlüsse auf einzelne Haushalte
Die Sorge, dass einzelne Haushalte überprüft werden könnten, ist unbegründet. „Rückschlüsse auf die individuelle Zusammensetzung des Restabfalls einzelner Haushalte sowie deren Konsum- und Trennverhalten können nicht erfolgen und sind durch die Sammlung mehrerer zufällig bestimmter Abfallbehälter ausgeschlossen”, betont Klenner. Die Analyse erfasst nur das Gemisch aus mehreren Tonnen gemeinsam.
Im Landkreis Harburg fielen im vergangenen Jahr rund 126.500 Tonnen Abfälle an. Den größten Anteil hatte der Hausmüll mit rund 36.930 Tonnen oder gut 29 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Abfallmenge von etwa 138,9 Kilogramm je Einwohner.
Unsicherheit bei Bürgerinnen und Bürgern
Die Analyse soll Klarheit über die Qualität der Mülltrennung schaffen. „Wir wollen prüfen, wieweit die Mülltrennung funktioniert oder ob wir mit Informationen nachsteuern müssen”, erläutert Klenner. Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft bemerken immer wieder eine gewisse Unsicherheit der Bürgerinnen und Bürger, was in welche Tonne gehört.
Das Ziel ist klar formuliert. „Wir wollen schließlich, dass wertvolle Rohstoffe nicht im Restmüll landen, sondern auch recycelt werden können”, sagt Klenner. Weitere Fragen zur Analyse beantworten die Mitarbeiter der Abfallberatung telefonisch unter der Rufnummer 04171–693694. (dh)
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