Handy-Verbot im Buchholz Bad zeigt Wirkung

Seit zwei Monaten gilt im Buchholz Bad striktes Handyverbot. Foto: Ferenczi
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Buchholz in der Nordheide. Seit zwei Monaten gilt im Buchholz Bad ein striktes Verbot für die Nutzung mobiler Geräte. Badegäste vom Hallen- und Freibad müssen ihre Smartphones und Tablets in Schließfächern deponieren. Die Maßnahme war Anfang September in Kraft getreten. Hans Wurlitzer, Betriebsleiter des Buchholz Bads, zieht nun eine erste positive Bilanz.

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„Fast alle Eltern haben es jetzt akzeptiert”, sagt Wurlitzer. Es gab viel Zustimmung, viele Leute finden die Regelung gut. Nur einige wenige Handysüchtige seien genervt gewesen. Das Argument verstehe aber jeder: Eltern müssen auf ihre Kleinkinder aufpassen. 

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Die Entscheidung für das Verbot fiel nicht grundlos. Das Badpersonal hatte mehrfach brenzlige Situationen erlebt. Im Spätsommer mussten die Bademeister ein Kind aus dem Wasser retten. „Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert”, sagt Wurlitzer. Aber jedes Mal sei zu viel. Am selben Wochenende retteten die Bademeister sogar noch drei Erwachsene aus dem Wasser.

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Eltern ließen sich zunehmend durch ihre Smartphones ablenken und beaufsichtigten ihre Kinder nicht mehr ausreichend. „Unsere Bademeister sind keine Kinderbetreuung”, betont der Betriebsleiter. Es habe sogar Eltern gegeben, die genau das gefordert hätten.

Das Bad als geschützter Raum

Hinzu kam das Problem datenschutzwidriger Fotoaufnahmen. „Keiner möchte von Fremden im Schwimmbad fotografiert werden”, sagt Wurlitzer. Das Bad verstehe sich als geschützten Raum. Vorher hatte das Bad mehr als 50 Aufkleber im ganzen Gebäude angebracht, die auf die Problematik hinwiesen. „Hat nichts gebracht”, so Wurlitzer.

Die neue Regelung ist eindeutig: Nach dem Drehkreuz haben die mobilen Geräte nichts zu suchen. Die Hausordnung wurde entsprechend geändert. Alle Badegäste müssen ihre Geräte für die Dauer ihres Aufenthalts in den Schränken oder Schließfächern deponieren.

Pläne für Extra-Handy-Bereich

Für die Zukunft plant das Bad eine Ausnahme. „Wir planen einen Extra-Bereich, abgetrennt vom Bad, wo Eltern zum Beispiel während Schwimmkursen Handys oder Laptop nutzen können”, erklärt Wurlitzer. Damit auch jeder das Handy-Verbot mitbekommt, stehen vor dem Eingang große Plakate. (JOTO)

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