
Buchholz in der Nordheide. Der Rat der Stadt Buchholz hat am Montagabend einen Nachtragshaushalt verabschiedet, der Steuererhöhungen und Einsparungen vorsieht. Vor zahlreichen Zuschauern beschlossen die Ratsmitglieder umfangreiche Anpassungen am städtischen Haushalt. Damit reagiert die Stadt auf Auflagen des Landkreises und senkt das geplante Defizit für das Jahr 2026 von 4,6 auf 2,4 Millionen Euro.
Der Landkreis hatte den ursprünglichen Doppelhaushalt 2025/26 nur mit Einschränkungen genehmigt. Grund war das hohe Defizit von 4,6 Millionen Euro, das für das Jahr 2026 eingeplant war. Die Stadt musste deshalb nachbessern und einen Nachtragshaushalt vorlegen.
Nach intensiven Beratungen und Debatten in den vergangenen Wochen legten CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Buchholzer Liste einen interfraktionellen Antrag vor. Die breite politische Unterstützung zeigt die Dringlichkeit der Maßnahmen. Das Defizit soll durch Kürzungen in den Teilhaushalten der Verwaltung und verschiedene Steuererhöhungen reduziert werden.
Drei Steuerarten werden teurer
Die Mehrheit des Rates stimmte der Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer von 415 auf 425 von Hundert zu. Die Stadt rechnet dadurch mit Mehreinnahmen von 100.000 Euro. Auch die Gewerbesteuer wird angehoben. Der Hebesatz erhöht sich von 400 auf 410 von Hundert.
Dadurch erwartet die Stadt zusätzliche Einnahmen von 600.000 Euro. Bei der Vergnügungssteuer steigt der Satz für Spielhallen von 22 auf 25 Prozent. Für andere Aufstellorte wie Kneipen erhöht sich die Vergnügungssteuer von 15 auf 18 Prozent. (tj)













