Buchholz in der Nordheide. Gerade, kreisförmig, rechtwinklig, gewendelt oder zweiläufig mit Zwischenpodest? Der Ausschuss für Stadtentwicklung in Buchholz debattierte auf Antrag der Fraktion „Wir für Buchholz” ausgiebig über die perfekte Form einer neuen Radrampe zur Järvenpää-Brücke.
Das auch als Tigerbrücke oder Blaue Brücke bekannte Bauwerk steht am westlichen Ende des Bahnhof Buchholz und ist eine wichtige Verbindung für das neue Wohnquartier Lerchenpark, welches auf dem ehemaligen Rütgersgelände entstehen soll – buchholz-aktuell.de berichtete: 1260 Wohnungen auf Rütgersfläche geplant, doch ohne Ostring wird das schwierig.
Es liegt südlich der Bahngleise, die die Innenstadt vom Neubaugebiet trennen. Wer von dort mit dem Fahrrad ins Zentrum möchte, muss die Gleise überqueren. Die Järvenpää-Brücke am westlichen Bahnhofsende bietet sich dafür an, hat aber bislang keine geeignete Rampe für Radfahrende.
In den ersten Plänen war dafür eine gerade Rampe geplant: knapp 87 Meter lang, drei Meter breit, mit einer Steigung von bis zu zehn Prozent und offiziell nur für Radfahrende vorgesehen. Fußgänger sollten die bereits bestehenden Treppen nutzen.
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Im Ausschuss war schnell klar, dass drei Meter zu knapp sind. Rainer Sekula (AfD) sagt: „Als erstes Kriterium sollte gelten, die Steigung so gering wie möglich zu halten”. Martin Natorp (SPD) spricht sich „klar für 4,5 Meter Breite” aus. Grit Weiland (WfB) fordert, die Verbindung müsse „sicher, bequem und möglichst konfliktarm von allen genutzt werden können.”
Infrastruktur für Jahrzehnte
Ulf Dallmann, Leiter der Abteilung Stadt- und Grünplanung, hatte zuvor klargemacht, was auf einer zu schmalen Rampe passiert. Menschen mit Rollator oder Kinderwagen würden sie nutzen, ob erlaubt oder nicht.
Nutzungskonflikte seien dann unvermeidlich. „Neu geschaffene Infrastruktur sollte unbedingt so bemessen werden, dass sie ein komfortables Angebot für die nächsten Jahrzehnte darstellt”, sagt Dallmann.

Eine Anbindung mit Fahrstühlen für die Bahngleise ist zwar gewünscht, müsste aber vorraussichtlich von der Bahn umgesetzt werden. Die Brücke selbst dürfte dann auch vermutlich nicht von Radfahrern genutzt werden, sondern dort müsste das Rad geschoben werden.
Ausschussvorsitzender Jan Bauer (CDU) fasste am Ende der Diskussion zusammen: „4,5 Meter Breite und 6 Prozent Steigung als Eckwerte, alles Weitere klärt eine Machbarkeitsstudie”. Auch ob eine kombinierte Fuß- und Radwegrampe gebaut werden könnte und ob es Ruhepodeste geben muss. Zudem werden zwei städtische Grundstücke in die Untersuchung einbezogen.
Die Rampe, die südlich gebaut werden soll, würde auch auf der Innenstadt-Seite gebaut werden. Die Ergebnisse der Studie sollen anschließend in den Rahmenplan für das Gesamtgebiet einfließen. Der Beschluss fiel einstimmig. (JOTO)
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