
Buchholz in der Nordheide. Die Sonne scheint ununterbrochen, der Garten ist trocken. Da ist die Versuchung groß, schnell eine Pumpe in den nächsten Bach zu werfen und die Beete zu gießen. Doch die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen mit Pumpen ist aus ökologischen Gründen verboten und gefährdet den Lebensraum der Pflanzen und Kleinstlebewesen am Gewässer. Das Abpumpen kann mit einer Geldbuße geahndet werden, sagt André Francois von der Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg.
Erlaubt ist lediglich das Abschöpfen von Wasser mit Handgefäßen wie einer Gießkanne, erläutert Francois. Das gilt nicht nur in Trockenperioden und Niedrigwasserzeiten, sondern dauerhaft. Um Wasser aus Flüssen, Gräben, Seen und Teichen zu entnehmen, braucht man grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis.
Das Ganze hat einen guten Grund. Bäche und Seen haben wichtige Funktionen im Naturhaushalt, betont Francois. Neben der besonderen Aufgabe für das Klima, in der die Gewässer ausgleichend wirken, sind sie wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Gerade bei der Wasserentnahme aus kleinen Bächen und Gewässern ist schnell die Grenze überschritten, bei der für Pflanzen und Tiere nicht mehr genug Wasser bleibt und dadurch große Schäden angerichtet werden können, sagt Francois.
+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++
Insbesondere in Zeiten mit Niederschlagsmangel stehen auch die Gewässer erheblich unter Druck. Den Bächen und Flüssen strömt nicht mehr genügend Grundwasser zu und die Abflüsse gehen drastisch zurück. Damit sind Gewässer und somit die Lebensräume der Tiere und Pflanzen sehr anfällig gegen weitere Belastungen wie Nährstoffanreicherungen und den Anstieg der Temperatur, sagt Francois.
So geht Gartenbewässerung richtig
Der Landkreis appelliert grundsätzlich, sorgsam mit Wasser umzugehen. Gerade bei Trockenheit und der aktuellen Hitze gilt es, Wasser zu sparen und beispielsweise für die Gartenbewässerung auf gesammeltes Regenwasser zurückzugreifen. Besser ist es, den Garten nur morgens oder spätabends zu gießen, weil dann deutlich weniger Wasser verdunstet als in der Sonnenhitze.
Dabei sollten Gartenbesitzer lieber selten, aber dafür gründlich wässern. Das fördert tiefere Wurzeln und macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit.
Rasen braucht am wenigsten Wasser
Auch wenn er der Stolz so manchen Gartenfreundes ist: Der Rasen sollte nicht ständig gesprengt werden. Ein ausgetrockneter Rasen erholt sich nach Regen meist wieder. Vorrang sollten Bäume, Hecken und Beete haben. Wer seine Beete mulcht, sorgt mit der Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder Stroh dafür, dass die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten wird. (dh)
Mach buchholz-aktuell.de zu deiner bevorzugten Nachrichtenquelle bei Google
Wenn du unsere Berichterstattung schätzt und Nachrichten von buchholz-aktuell.de künftig häufiger in den Google-Schlagzeilen sehen möchtest, kannst du unsere Seite ganz einfach als bevorzugte Quelle festlegen. Dafür brauchst du lediglich ein Google-Konto.
Hier fügst du buchholz-aktuell.de mit wenigen Klicks hinzu.
Hintergrund: So funktioniert die neue Funktion von Google.














